Das kleine Einmaleins der Online Werbung (Teil I)

Täglich begegnen uns beim Surfen im Internet Anzeigen wie Banner, Textwerbung oder Pop-up Fenster. Diese werden oft als nervig empfunden und mit nur einem Klick schnell ins Jenseits verbannt. Jedoch finanzieren sie Blogs, News-Dienste oder andere kostenfreie Services im Internet.

Bild: euroweb.de

Laut Statista.de wurden 2013 allein in Deutschland insgesamt 4,7 Milliarden Euro in Online Werbung investiert. Der Werbeumsatz der Google-Websites belief sich auf rund 37 Milliarden Dollar. Tendenz steigend. Online Werbung ist somit für viele Werbeplattformen die Haupteinnahmequelle. Aber auch für private Homepages und Websites kann das Bereitstellen von Anzeigeflächen einen lukrativen Verdienst einbringen.

Doch welche verschiedene Formen der Online Werbung gibt es überhaupt? Wie funktioniert das ganze System? Und wie lohnenswert ist es wirklich? Das kleine Einmaleins der Online Werbung wird diese Fragen beantworten.

 

Bannerwerbung (Display Advertising)

Der Banner ist wohl die bekannteste Form der Online Werbung. Ob klein am Rand einer Seite, oder fast den ganzen Bildschirm füllend: Diese Werbeform ist auf fast nahezu Website zu finden. Die Größe des klassischen Banners, auch Full Banner genannt, beträgt 468 x 80 Pixel. Doch Banner ist natürlich nicht gleich Banner:

  • 1 x 1 = Der Statische
    Fast so alt wie das Einmaleins ist diese klassische Form des Banners.
    Er wird unbewegt dargestellt, beinhaltet meist ein fixes Bild mit Werbebotschaft und einen Link, der zum Werbenden weiter führt.
Bsp.: Full Banner

Full Banner (Bild: Sina Hermannstädter)

 

  • 1 x 2 = Der Animierte
    Ihn verwenden mittlerweile die meisten Werbeplattformen, um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Statische Werbebotschaften werden ersetzt durch bewegte Bilder bzw. kurze Filmsequenzen, meist basierend auf Flash.
    Bsp.: Unser Banner (siehe oben) könnte nun ein kurzes Video beinhalten, in welchem wir als Studenten des Ressortjournalismus den Mehrwert unserer Website aufzeigen, um Medienmacher, oder solche die es noch werden möchten, zu uns zu locken.

 

  • 1 x 3 = Der Interaktive
    Hier kann der Nutzer selber interagieren. Dafür werden in die Werbefläche beispielsweise kleine Spiele, Pull-Down-Menüs (Untermenüs) oder Formulare eingebaut.

    Bsp.: Der interaktive Banner

    Der interaktive Banner (Bild: Sina Hermannstädter)

     

  • 1 x 4 = Der Rich Media
    Er ist die weiterentwickelte Version des animierten und interaktiven Banners. Basierend auf Multimedia werden diese Arten miteinander verknüpft und manchmal auch mit Ton versehen.

 

  • 1 x 5 = Der Super Banner
    Er nutzt häufig die gesamte Breite einer Website und bietet anhand seiner Größe sehr viel Platz für Kreativität und umfangreiche Informationen. Hier kann sich sein Macher regelrecht austoben, denn der Super Banner hat mitunter den größten Anteil an Werbeeinblendungen in Europa und ist die umsatzstärkste Online-Werbeform.
Bsp.: Super Banner (Foto: Sina Hermannstädter)

Super Banner (Bild: Sina Hermannstädter)

 

  • 1 x 6 = Der Skyscraper
    Neben dem Super Banner ist auch diese Form des Werbetreibens im Netz sehr beliebt. Es gibt den normalen (120 x 600 Pixel) und den breiten (160 x 600 Pixel) Skyscraper. Man findet ihn für gewöhnlich am rechten Bildschirmrand. Er wirkt nicht ganz so aufdringlich wie seine Kollegen, bietet jedoch trotzdem genügend Platz, um Werbebotschaften erfolgreich zu übermitteln.

 

  • 1 x 7 = Sticky Ad / Ad Scroll
    Dieser Banner heftet sich an das Blickfeld des Users. Er läuft beim Scrollen der Website mit und zwar so, dass sich die obere Bannerkante immer am Rand des Browserfensters befindet. Manche Sticky Ads können weggeklickt werden, andere wiederum nicht. Es handelt sich hierbei um eine sehr penetrante, aber auch äußerst wirksame Form der Online Werbung, denn die eingebauten Multimedia-Elemente sorgen für gute Klickraten. Skyscrapers sind häufig als Sticky-Banner ausgeführt, so dass sie unabhängig von der Scrollposition immer sichtbar sind.

 

  • 1 x 8 = Das Rectangle
    Es handelt sich hierbei um einen verhältnismäßig kleinen Banner (180 x 150 Pixel). Er ist in einem Fließtext so integriert, dass er von mindestens drei Seiten mit Text umgeben ist. Durch seine kleine Größe fällt er zwar ins
    Blickfeld des Seitenbesuchers, wirkt aber dennoch nicht zu aufdringlich. Die Kosten für ein Rectangle, zu Deutsch „Rechteck“, sind für ein Unternehmen nicht ganz so hoch wie bei den anderen Formaten. Es verfehlt jedoch seinen Zweck in keinster Weise, da die besondere Art der Platzierung zu einer erhöhten Aufmerksamkeit beim User führt.

Rectangle (Bild: Sina Hermannstädter)

 

 

  • 1 x 9 = Wallpaper
    Hier werden die Standardwerbeformen Super Banner und Skyscraper miteinander vereinigt. Wallpaper ist damit die im Bezug auf die Fläche größte Bannerwerbeform. Eine Internetseite kann dadurch beispielsweise komplett im Schein einer Marke stehen.

 

  • 1 x 10 = Der Button
    Der klassische, meist kleinformatige Button, ist die mit am weitesten verbreitete Art der Werbung im Internet. Wie beim Banner gibt es auch hier unterschiedliche Formate. Zum Beispiel statische, animierte oder interaktive Button mit einem Link zur Website des Werbetreibenden.

 

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