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Überall blinkt und ploppt Werbung auf, schillert in den buntesten Farben. Wem derartige Werbung beim surfen stört, greift oftmals auf AdBlocker zurück.
Diese sind kleine Erweiterungen für den Browser, welche Werbung auf Internetseiten deaktiviert oder zumindest versteckt.
Onlinewerbung ist jedoch ein zweischneidiges Schwert und bedarf etwas Erklärung.

Die eine Seite

Normale Printmagazine und Zeitungen sind vollgestopft mit Werbung. Damit verdienen die Redaktionen neben den Verkäufen weiteres Geld. Dies ist auch bitter nötig, denn die Kosten für Printausgaben steigen.
Online sinken sogar die Kosten für das Bereitstellen einer Internetseite. Hier kostet meist der investierte Aufwand oder die Qualität. Auch hier gibt es (viel) Werbung. Sieht ein Nutzer beim surfen eine Werbung oder klickt darauf, bekommt die Seite, welche die Werbung zeigt, einen kleinen Betrag (in Centbereich). Bei kleinen Seiten sind es meist zwei oder dreistellige Zahlen im Monat. Bei großen Internetseiten sind das schon weitaus mehr. Einerseits brauchen diese Seiten das Geld, um die Kosten der Bereitstellung (sog. Serverkosten) zu decken, die daran arbeitenden Personen zu bezahlen, sowie zukünftige Aktionen zu finanzieren. Andererseits ist es auch eine wahre Goldgrube, weil theoretisch kein Limit nach oben vorhanden ist.

Die andere Seite

Der Nutzer sieht auf seiner Seite meistens nicht die andere Seite. Sie verbirgt sich hinter hunderten Popups und Werbebannern. Kurzum: Der Nutzer wird mit Werbung überflutet. Es gibt kaum Regelungen, wie viel und welche Werbung auf einer Internetseite stehen darf. Und er ist genervt davon. Dies haben sich viele Entwickler zu Herzen genommen und AdBlocker erfunden. Diese verhindern, dass Werbung beim Aufruf einer Seite geladen wird. Da keine Werbung gezeigt wird, bekommt die Internetseite auch kein Geld. Der Nutzer kann nun aber in Ruhe die Seite durchsurfen. Zudem surft es sich damit auch sicherer, da über Werbebanner auch Schädlinge eingeschleust werden können.

Eine Geschichte voller Missverständnisse

Die beiden Seiten führen seit deren Existenz einen Krieg. Dieser Krieg ging bereits auch über mehrere Gerichte, Konferenzen und Kaffeeklatschrunden. Die Betreiber einer Seite brauchen die Werbung als Einnahmequelle. Die Seite der Nutzer ist genervt davon, nicht mehr ungestört den Inhalt ansehen zu können. Auch die gesamte Werbebranche mischt mit, da Onlinewerbung hocheffizient ist. Es findet also mindestens ein Dreifrontenkrieg statt.
Weiterdenken notwendig
Doch es gibt eine Lösung. Viele Seitenbetreiber merken, dass sie mit dem Konzept der Printwerbung nicht weit kommen. Sie brauchen also andere Varianten an etwas Geld zu kommen. Bei Homepages haben sich einige Konzepte von Einnahmequellen durchgesetzt.
Seiten bieten die Möglichkeit an, Geld via Paypal, Amazon etc. zu spenden. Sie bieten sogenanntes Micropayment an. Ein (werbefreier) Artikel oder der (monatlich werbefreie) Zugang zur Seite kostet einen kleinen Betrag.
Auch das Teilen von Seiten/Produkten/Allesmögliche über Social Media ist weitaus schlagkräftiger als normale Werbung. Nutzer werben mit einem „Share“ für ein Produkt oder eine Firma. Und Nutzerwerbung gibt es theoretisch unendlich und kostet nichts.
Es gibt zudem die Möglichkeit eine Seite über „Patreon“ und ähnliche Dienste zu finanzieren. Man abonniert quasi einen Künstler oder Redakteur. Erstellt dieser ein Produkt, spendet man automatisch einen gewünschten Betrag.
Viele Seiten versuchen aber inzwischen einfach ihre Werbung auf ein Minimum zu reduzieren oder sie besser in ihr Konzept einzubauen. Also auf weniger störende Art anzeigen zu lassen.

Zukunft

Die verschiedenen Arten „Werbefrei gegen Geld“ funktionieren im Vergleich zum klassischen Werbemodell jedoch erstaunlich gut. Die Leserschaft ist bereit für Qualität und Werbefreiheit zu zahlen. Das Hindernis dabei ist nur, dass Zahlen möglichst schnell und einfach zu machen.
Auch Google greift diese Idee auf und will sie auf eine neue Stufe bringen. Werbefreiheit gegen Geld auf allen Internetseiten. Die Freiheit betrifft aber nur Werbung, welche durch den Google Werbedienst verwaltet wird. Das Konzept ist aber vielversprechend und lässt weit blicken. Eine Weiterentwicklung des Ganzen würde den Nutzer als auch den Werbetreibenden helfen.
Derzeit bleibt den Nutzer gewisse Möglichkeiten. AdBlocker benutzen und schöner surfen. Keinen AdBlocker verwenden und zugetextet werden. Oder AdBlocker verwenden aber bestimmten Seiten die Werbung erlauben, da diese das Geld wirklich benötigen.

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  1. Das kleine Einmaleins der Online Werbung (Teil II) | Medienfrage

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