Leckere (digitale) Cookies

Yummy.... Kekse!

Kekse sind klasse, das bestreitet niemand! Mit kleinen Schokostückchen oder Cremefüllung, sind sie einfach lecker! Jedoch gibt es diese Kekse (engl. Cookies) auch beim surfen im Web. Sie sind nicht so lecker schmeckend wie ihre realen Namensgeber, sie sind aber recht praktisch.Cookies sind kleine Textdateien die ein Browser anlegt, um sich Daten zu merken. Dauerhaft oder temporär. Ein Cookie bei Facebook hilft zum Beispiel dabei, sich nicht ständig neu anzumelden. Surft der Nutzer etwas herum und ruft Facebook wieder auf, ist er weiterhin in Facebook eingeloggt. Was ein Cookie macht und was er speichert, das bestimmt die Seite die ihn auf den Rechner des Nutzers erstellt. Nutzername, Passwort, Surfverhalten? Theoretisch ist alles möglich.

Und das bedeutet?

Das Interessante an Cookies ist die Verarbeitung und Weitergabe von Daten. Internetseiten können Cookies auch wieder auslesen. Bedeutet: Amazon, Facebook oderGoogle können nachsehen, welche Cookies erstellt wurden, was in ihnen drinsteht und damit arbeiten. So kann Amazon erkennen, dass der Nutzer XY diverse Katzenvideos auf Youtube angesehen hat und Ihm Angebote für Katzenfutter machen. Facebook zeigt dann Nutzer XY diverse Katzencommunitys und Posts.Dieser Mechanismus ist die Grundlage jeglicher Online Werbung. Natürlich sind die Methoden komplexer und beschränken sich nicht nur auf Cookies, sie funktionieren aber alle ähnlich.

 

Vorteile? Nachteile? Mit oder ohne Milch dazu?

Die Vorteile sind schnell gesagt: Komfort und angepasste Werbung. Der Nutzer muss sich nicht ständig wieder bei einer Internetseite anmelden. Die Internetseite erkennt, das Nutzer XY sich bereits vor einer halben Stunde angemeldet hat und braucht sich deshalb nicht nochmal anmelden. Auch große Werbebetreiber freuen sich darüber. Sie erhalten detaillierte Informationen über den Benutzer und können Ihm noch bessere Angebote oder Werbung zukommen lassen.Die Nachteile sind drastisch: Cookies machen den Nutzer gläsern. Alles und nichts wird beim Surfen auf dem Computer hinterlegt. Internetseiten können dann mehr oder weniger auf diese Daten zugreifen. Dies öffnet Tür und Tor zum Datenklau und Missbrauch. Untergeschobene Kekse sind auch möglich. Diese schleusen Drittanbieter ein, um die angepasste Werbung zu ihrem Gunsten zu manipulieren. So kann der katzenliebende Nutzer XY auf einmal ganz andere „Katzen“Werbung angezeigt bekommen. Auf einmal bekommt er Angebote für Hundefutter und Hundeleinen.
 

Die Sorte Kekse mag ich nicht! Gibt es eine Andere?

Dieser Mechanismus kann komfortabel und für den Nutzer praktisch sein. Er kann aber auch stark missbraucht werden. Sei es für Werbung oder zum Datenklau. Viele Browser besitzen seit geraumer Zeit unzählige Einstellungen zur Verwaltung von Cookies: Löschen nach dem Schließen des Browsers, Drittanbieter blocken, keine Cookies annehmen. Bei Apples Browser Safari sind Cookies standardmäßig deaktiviert. Der Nutzer muss/soll jedes Einzelne bewusst annehmen.
Auch bieten viele Browser inzwischen einen Private/Inkognito Modus. Surft man unterdiesem Deckmantel, werden gar keine Daten auf dem PC hinterlegt. Keine Kekse, kein Verlauf, nichts. Kein Krümel.
 

Cogito ergo cookie!

Die Einstellungen anzupassen oder den Private Modus zu nutzen sind Hilfsmittel sein Surfen sicherer zu machen. Jedoch verzichtet man hier manchmal auf etwas Komfort. Der Sicherheitsfaktor ist es allemal wert. Die großen Werbefirmen sehen das zwar anders aber die Entscheidung Pro/Contra Cookies, sollte jedem selbst überlassen sein.Während ich über meine private Ansicht dazu nachdenke, gehe ich jetzt erstmal einen Keks essen. Hurra!
 
 
 
 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*