Journalismus Ausbildung: Medienberufe im Überblick

Eine Ausbildung im Journalismus machen oder als Kameramann „Ich würde später gerne etwas mit Medien machen.“ Dieser Satz geht nahezu jedem Schulabsolventen, der sich für eine Journalismus Ausbildung interessiert, mindestens einmal im Leben über die Lippen. Doch "Medien" ist ein weites Feld, von Film über Crossmedia bis hin zu PR.

Foto: Sina Hermannstädter

Ob eine Journalismus Ausbildung oder ein technisches Studium – Ob geschrieben oder gesprochen, gestaltet oder gespielt, oder crossmedial durch alle Varianten – hier werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Anhand der persönlichen Stärken und Schwächen kann so jeder für sich selber entscheiden, welcher Medienberuf der Favorit ist.

Um bei der Vielzahl der verschiedenen Möglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren und Schulabsolventen den Einstieg zu erleichtern, lassen sich Medienberufe in sieben Kategorien unterteilen:

 

Journalismus Ausbildung
Ob Online, Print, Hörfunk oder TV – ohne lückenlose Recherche und journalistische Arbeitsabläufe ist die Medienwelt kaum denkbar. Wer sowohl schriftlich als auch sprachlich fit ist, ein dickes Fell hat und natürliche Neugier mit Verantwortungsbewusstsein verbindet, ist in dieser Berufsbranche genau richtig.
Die Arbeit des Journalisten ist stets anspruchsvoll sowie abwechslungsreich und erfordert viel Feingefühl im Umgang mit Informanten und der Öffentlichkeit.
Neben der klassischen Redaktionsarbeit in Print oder Online stehen ihm im Laufe seiner Karriere viele weitere Türen in der Medienbranche offen, wie zum Beispiel eine crossmediale Ausrichtung. Viele Journalisten arbeiten auch für Public Relation oder im Management.

Berufsbeispiel: Ressortjournalismus, Fachjournalismus, Technikjournalismus, Journalismus, Kommunikationsdesign, Technische Redaktion, Online Redaktion, Publizistik, Politische Kommunikation, Rhetorik

 

Medienproduktion und Print
All das, was von den Kollegen zuvor geschaffen wurde, muss natürlich auch umgesetzt und publik gemacht werden. Ein gut geschriebener Text verspricht noch lange keine erfolgreiche Publikation. Hierfür ist die Medienproduktion zuständig. Typografen kümmern sich um den Textumbruch, die Schriftgröße und vieles mehr, während Designer das entwickelte Layout füllen.

Berufsbeispiel: Medienkaufmann/-frau Digital und Print, Drucker, Mediengestalter, Typograf, Medieninformatik

 

Film, Fernsehen und Theater

Wer sich für Schauspielerei, Film und TV-Redaktion sowie -produktion interessiert, ist hier genau richtig. Immer im Fokus: Das Zusammenwirken von Organisation hinter den Kulissen und kreativer Kommunikation mit dem Publikum. Das individuelle künstlerische Potenzial spielt eine große Rolle für die Erfolgsaussichten im späteren Berufsleben.

Berufsbeispiel: Schauspiel, Bühnen- und Kostümbild, Maske, Kamera, Schnitt, Drehbuchautor, Regie, Kino- und Fernsehfilm, Dokumentarfilm- und Fernsehpublizistik, Fernseh- und Filmproduktion, TV-Produktionsmanagement, Fernsehjournalismus, Moderation, Synchronsprecher

 

Radio, Audio und Musik
Wenn die persönlichen Stärken und Interessen weniger im visuellen, sondern vielmehr im akustischen Bereich liegen, könnte beispielsweise ein Job beim Radio oder in der Tontechnik das richtige sein.

Berufsbeispiel: Tonmeister, Tontechnik, Filmmusik, Musikproduktion, Songwriting, Sounddesign, Radiomoderation

 

Design und Fotografie
Hier kann der Auszubildende und/oder Student seine Kreativität voll entfalten. Design erfordert gestalterisches Denken und die Fähigkeit, dieses theoretisch zu formulieren und praktisch umzusetzen. Ob Animation-, Crossmedia-, Foto- oder Grafikdesign – die Möglichkeiten, welche sich dem Medienmacher bieten, sind gigantisch.
Wer ein Auge fürs Detail hat und mit Leib und Seele fotografiert, kann eine Karriere in diesem Bereich anstreben.

Berufsbeispiel: Grafiker, Produktdesign, Digital Design, Mediendesign, Kommunikationsdesign, Multimedia Art, Art Director, Webdesign, Fotodesign, Fotograf, Pressefotograf, Typograf

 

Web und IT
Ein professioneller Internetauftritt ist inzwischen für Unternehmen, Institutionen, Medienhäuser oder auch Privatleute unabdingbar. Sie sind auf gut ausgebildete Fachleute und Experten angewiesen. Diese sorgen stets für ein angenehmes Design, angepasste Multimediafunktionen, einen crossmedialen Auftritt,  aber auch die richtige Soft- und Hardware. Wer Spaß am Umgang mit den verschiedensten Computer- und Multimediatechniken hat oder sich selber gerne als „Nerd“ bezeichnet, ist in diesem Medienberuf sicher gut aufgehoben.

Berufsbeispiel: Fachinformatiker, Informatikkaufmann/-frau, IT-System-Elektroniker, IT-System-Kaufmann/-frau, Mathematisch-technische/r Software Entwickler/in, Webdesign, Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung), Onlinemarketing, Medieninformatik, Mediengestalter Digital und Print, Informations-Design, Softwaredesign, Virtual Design, Medientechnik, Multimedia Produktion, Digitale Medientechnologie, Online Medien, Crossmedia, Multimedia und Kommunikation

 

Management, Marketing und PR
Natürlich darf auch der organisatorische und finanzielle Bereich der Medienbranche nicht vergessen werden. Neben sprachlicher Ausdruckskraft, Organisationstalent und Kreativität ist die Fähigkeit zur Vermarktung ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der oben genannten Tätigkeitsfelder.

Berufsbeispiel: Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation, Medienmanagement, Medienrecht, Medienwissenschaft, Mediamarketing, Kommunikationswissenschaften, Medienwissenschaft, PR, Eventmanagement, Onlinemarketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Design & Produktmanagement, Markt- und Medienforschung

Eine Journalismus-Ausbildung, PR-Studium oder technisches Know-how: Medien bieten vielfältige Berufe.

 

 

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