Journalismus Ausbildung: Journalismusstipendien – Welche gibt es?

Junge Journalisten bekommen durch verschiedene  Stipendien die Möglichkeit zu einer umfangreichen Journalismus Ausbildung. Diese Angebote sind aber vielen überhaupt nicht bekannt.  Welche Chancen gibt es überhaupt und wie sehen die Bedingungen dafür aus? 

Ein Journalismusstudium kann teuer werden. Stipendien helfen bei der Finanzierung.

Hamburg Media School Stipendium

Das Stipendium der Hamburg Media School für eine Journalismus Ausbildung ist nur für den Studiengang Medienmanagement in Vollzeit verfügbar. Die Studiengebühren hierfür betragen 25.000 Euro. Das Studium ist nur mit abgeschlossenem Erststudium, einer beliebigen Fachrichtung, möglich.

Voraussetzungen: Die finanzielle Bedürftigkeit des Bewerbers muss in einem schriftlichen Antrag erklärt werden. Genauso, wie die bisherigen Einkünfte und die Einkünfte der Eltern. In welcher Höhe die zukünftige Finanzierung angesetzt werden muss, soll der mögliche Stipendiat in einer schriftlichen Erklärung darlegen. Zusätzlich sind die akademischen Leistungen, eine hohe soziale Kompetenz, außeruniversitäre Engagement sowie das Abschneiden im Assessment Center von hoher Bedeutung für die Vergabe des Stipendiums.

 

Unternehmensstipendien der Hamburg Media School

Die HMS stellt ihren Studierenden jedes Jahr Stipendien in Zusammenarbeit mit verschiedenen Medienunternehmen für Journalismus Ausbildungen zur Verfügung. Zwischen Stipendiat und dem jeweiligen Unternehmen wird, durch regelmäßige Treffen mit dem Unternehmensmentor, eine enge Partnerschaft gepflegt. Der Student absolviert sein Praktikum in dem Unternehmen und schreibt in den meisten Fällen auch seine Masterthesis dort.

Voraussetzungen: Die üblichen Voraussetzungen eines HMS Stipendiums (siehe Hamburg Media School Stipendium), plus einem Motivationsschreiben des Bewerbers, in dem er seine Leidenschaft für die Medien und sein ausdrückliches Interesse an den Geschäftsfeldern des gewünschten Stipendiengebers, erläutert.

 

Studienstiftung der Süddeutschen Zeitung

Die gemeinnützige Studienstiftung der Süddeutschen Zeitung wurde 1985 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht durch die Journalismus Ausbildung journalistisch begabter Personen, das Niveau der deutschen Tagespresse zum Wohl der Allgemeinheit zu erhöhen.

Vorrausetzungen: Das Stipendium wird nur an Printjournalisten vergeben. Während oder nach ihrer Ausbildung bei einer deutschen Tageszeitung zur Vertiefung von Fachkenntnissen im selbst gewählten Spezialgebiet. Im In- und Ausland, an Universitäten, sonstigen Ausbildungseinrichtungen und während der Ausbildung an einer Journalistenschule oder während der praktischen Ausbildung. Die fachliche Begabung muss durch den Bewerber mit entsprechenden schriftlichen Leistungsnachweisen belegt werden, sowie die finanzielle Bedürftigkeit muss durch ein entsprechendes Formular nachgewiesen werden.

 

Konrad-Adenauer-Stiftung – Journalistische Nachwuchsförderung (JONA)

Die Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung bietet zusätzlich zur finanziellen Förderung auch eine Journalismus Ausbildung neben dem Studium. Ein Volontariat nach dem Studium soll dadurch ersetzt werden. Der angehende Stipendiat muss bereit sein, neben seinem Studium Zeit in Seminare, Praktika und freie Mitarbeit zu investieren. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch eine Studienkostenpauschale von 300 Euro im Monat, sowie weitere, an die Bafög-Sätze gekoppelte, Förderung mit bis zu 597 Euro monatlich.

Voraussetzungen: Angehende Studenten oder bereits Studierende können sich für das Stipendium bewerben, insofern sie überdurchschnittliche Studienleistungen erbringen. Die Bewerber sollen politisch, gesellschaftlich, kulturell, sozial oder kirchlich engagiert sein und sich am christlich-demokratischen Welt- und Menschenbild orientieren.

 

Grenzgänger – Robert-Bosch-Stiftung

Journalisten erhalten Förderungen für Recherchearbeiten, die die Ländergrenzen von Mittel-, Ost- und Südeuropa überschreiten. Die Veröffentlichungen der Arbeiten sollen zu Diskussionen anregen, den Dialog und das gegenseitige Verständnis fördern. Die Kategorien reichen von literarischer und essayistischer Prosa, Fototextbänden, Kinder- und Jugendbuchliteratur über Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilme bis zu Hörfunkbeiträgen. Beantragt werden können Recherchestipendien in Höhe von 2.000 Euro bis zu 12.000 Euro. Der Betrag ist abhängig vom Rechercheaufwand und der Dauer. Mit der Förderung sollen die Kosten für die Reise, Unterkunft, Verpflegung, Dolmetscher und Visa abgedeckt werden.

Voraussetzungen: Neulinge im Bereich Medien, sowie renommierte Autoren können sich gleichermaßen bewerben. Bewerbungen müssen jährlich zum 30. April und 31. Oktober an das Literarische Colloquium Berlin erfolgen.

Durch Journalismusstipendien lässt sich eine Journalismus Ausbildung leichter bewerkstelligen.

 

 

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