LinkedIn – Eine Business-Plattform für Busy People

Im vorausgegangenen Artikel haben wir euch die Plattform XING kurz vorgestellt. Doch das beliebte Business-Netzwerk bekommt starke Konkurrenz. Der US-Amerikaner LinkedIn befindet sich nun auch in Deutschland auf der Überholspur und wächst rapide.

Bild: wardblawg.com

Im Mai 2003 ging die Plattform erstmals unter Leitung von Reid Hoffmann und diversen Gründungsmitgliedern von Paypal und Socialnet.com online. Laut Statista.de hat das Business-Netzwerk aus Kalifornien weltweit rund 332 Millionen Mitglieder. Nachdem es LinkedIn seit 2009 auch auf Deutsch gibt, wächst die Anzahl deutschsprachiger User stetig. Aktuell nutzen hierzulande rund 5 Millionen Menschen die Business-Plattform.

 

Basis? Premium? Oder lieber doch Premium Premium?

Auch nach der Registrierung bei LinkedIn haben die User die Möglichkeit, sich zwischen einer Basis- und einer Premium-Mitgliedschaft zu entscheiden. Letztere gestaltet sich zwar vielseitiger als bei XING, ist jedoch auch um einiges teurer. Stolze 21,99 € pro Monat zahlt der User für den Tarif „Job Seeker“. Er kann dann drei InMail Nachrichten an Kontakte versenden, mit denen er nicht vernetzt ist oder die Profilbesucher der letzten 90 Tage sehen. Außerdem rückt er in der Bewerberliste von Personalern nach oben und kann herausfinden, wie er im Vergleich zu anderen Kandidaten abschneidet.

Neben dem „Job Seeker“ gibt es noch drei weitere Tarife, die der User als Privatperson, Personaler oder Unternehmer beanspruchen kann:

  • Für knapp 420 € im Jahr kann der User zwischen der Business Plus-Funktion oder der Sales Plus-Funktion wählen. Hier ist es ihm möglich, die richtigen Personen zu finden und zu kontaktieren oder neue Vertriebspotenziale zu erschließen. Ob sich der Kosten-Nutzen Aufwand lohnt, muss gut abgewägt und individuell entschieden werden.

Bild: www.linkedin.com

Sales Plus-Funktion

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  • Die Recruiter Life-Funktion ist besonders auf Social Recruiting, die Personalbeschaffung durch soziale Medien, ausgelegt. Das Unternehmen hat die Möglichkeit, schnell erstklassige Kandidaten zu finden, diese direkt zu kontaktieren und Beziehungen zu potenziellen Mitarbeitern aufzubauen. Mit knapp 900 € pro Jahr ist dieser Tarif recht kostspielig.
Recruiter Lite-Funktion

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Aussagekräftige Selbstvermarktung auf LinkedIn

80 Prozent aller Mitglieder sind Führungskräfte. Sowohl bei XING als auch bei LinkedIn sind nur wenige Studenten oder Absolventen angemeldet. Nichtsdestotrotz sollten sowohl diese als auch berufstätige Privatpersonen die Wirkung eines ansprechenden Profils nicht unterschätzen. Denn dort, wo sich viele Personaler und Recruiter tummeln, erhöhen sich die Chancen auf gewinnbringende Kontakte und Geschäftsbeziehungen. Die ansprechende Gestaltung des eigenen LinkedIn Profils ist auch mit dem kostenlosen Basis-Account möglich. Unter der Rubrik „Zusammenfassung“ kann der Nutzer seine persönlichen Qualifikationen und Interessen angeben. Ergänzend hierzu heben Informationen über Kenntnisse, Ehrenamtliche Erfahrungen und Tätigkeiten, Organisationen, die er unterstützt, erhaltene Auszeichnungen, absolvierte Kurse, Patente, Zertifikationen oder auch Hinweise für die Kontaktaufnahme und vieles mehr das eigene Profil deutlich hervor. Der ein oder andere kommt sich von der Vielzahl dieser Möglichkeiten sicher etwas erschlagen vor. Deshalb gilt auch hier: Weniger ist manchmal mehr. Als Basismitglied kann man ebenfalls Gruppen gründen oder beitreten sowie Unternehmensprofile erstellen. Aktiv bleiben und sich kontaktfreudig zeigen ist hier das A und O.

 

LinkedIn für Unternehmen

Genau wie bei XING arbeiten die auf LinkedIn vertretenen Firmen auf Basis des Social Recruiting. Auch das sogenannte Customer-Relationship-Management spielt eine große Rolle für sie. Darunter versteht die Unternehmenskommunikation eine Strategie zur systematischen Gestaltung aller Beziehungen und Interaktionen des Konzerns mit bestehenden und potenziellen Kunden. Außerdem bietet LinkedIn seinen Nutzern die Möglichkeit des Brandings. Das Unternehmen kann beispielsweise Anzeigeflächen für freie Stellen, Verlinkungen aller Mitarbeiter oder interessanter Features in sein Profil einbetten und so die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe erhöhen. Um mit dieser schnellstmöglich kommunizieren und interagieren zu können, sollte es sich ebenfalls der Möglichkeit von LinkedIn Gruppen bedienen. Die Plattform ist derzeit das relevanteste Netzwerk im B2B (Business to Business) Bereich und vor allem für Berufstätige und Unternehmen relevant, die ihre Fühler weltweit ausstrecken möchten. Aus einer international orientierten Online Marketing Strategie ist LinkedIn somit kaum noch wegzudenken.

 

Fazit

Alles Gute hat auch sein Schlechtes: Seitens der Verbraucherschützer kommt immer wieder Kritik bezüglich LinkedIn auf. 2012 gelang es einem russischen Hacker Passwörter von über 6,5 Millionen Mitgliedern zu veröffentlichen, was nicht gerade für den Datenschutz der Business-Plattform spricht. Außerdem ist die Löschung des eigenen Benutzerkontos recht schwierig, da diesbezügliche Informationen nicht offenkundig sind. Des Weiteren ist es nicht unüblich, dass LinkedIn Diskussionen oder Beiträge zensiert, ohne die Nutzer darüber zu informieren. Nichtsdestotrotz ist die derzeit größte weltweite Plattform dieser Art ein beliebtes Selbstvermarktungs-, Marketing- oder Business-Tool für Berufstätige und Unternehmen auf der ganzen Welt. Verschiedene Studien zeigen, dass LinkedIn auch in Deutschland immer beliebter wird. Ob es seinen größten Konkurrenten XING aber jemals einholen wird, bleibt fraglich.

 

 

Siehe auch: XING – Ein Karriere-Netzwerk auf dem Durchmarsch

 

 

 

 

 

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