YouNow – Streaming mit verheerenden Folgen

YouNow ist eine aufstrebende Streamingseite, die allein in den letzten Monaten 250 % Zuwachs an deutschen Usern bekommen hat. Doch die Seite, die eigentlich für Künstler geplant war, wird zumeist von Jugendlichen genutzt und von diesen als Bühne wahrgenommen. Sie teilen Geheimnisse mit ihren Zuschauern, ohne auf die Folgen zu achten.

YouNow ist die wohl umstrittenste Streamingseite der letzten Jahre. Datenschützer und bekannte Youtube Stars warnen vor den Gefahren, die das Portal birgt. Viele der Jugendlichen achten wenig darauf, was sie sagen oder wem sie es sagen. Zudem ist der Zugang so leicht wie noch nie. Man meldet sich einfach mit Facebook an, etwas das die meisten Jugendlichen sowieso schon benutzen. Schon kann man streamen. Egal wo, egal was. Zuschauer müssen nicht einmal einen Account besitzen. Sie können einfach so auf der Seite den Jugendlichen bei ihren Geplapper im heimischen Zimmer zuhören.

Younow

Hier sieht man deutlich das Durchschnittsalter der User. Screenshot der Seite: Laureen Eggmann

 

 

 Nutzungsbedingungen:

Man muss mindestens 13 Jahre alt sein. Schön, dass überhaupt eine Altersgrenze vorhanden ist, aber können 13-Jährige schon ihre Entscheidungen und vorallem deren Folgen ernsthaft überblicken? Auch Nacktbilder und der öffentliche Konsum von Drogen sind selbstverständlich verboten. Wichtig: Das Teilen von privaten Daten wie Telefonnummer, Wohnort und komplettem Namen sind ebenso untersagt. An Letzteres halten sich die jungen Streamer jedoch leider nicht.

 

Das Problem:

Trotz angeblicher 24-stündiger Überwachung durch die Besitzer der Seite, werden immer häufiger Daten von den Jugendlichen selbst preisgegeben. Aufgrund von mangelnder Aufklärung durch Schule oder Eltern. So kugeln sich zwei junge Mädchen auf dem Bett. Kichern, Lachen, beantworten Fragen ihrer Zuschauer aus dem Chat. Innerhalb von fünf Minuten geben sie ihren Namen, ihren Wohnort, ihre Schule und sogar ihre Bushaltestelle preis. Ohne Sorgen über die möglichen Folgen ihres Handelns. Und dies ist kein Einzelfall. Ein gefundenes Fressen für Kinderschänder und Pädophile, die das Unwissen der Kinder einfach ausnutzen könnten.

 

Aufklärung durch Youtube-Stars:

Auf ein Video vom Youtuber Tooncraft hin, brach auf Youtu und Twitter eine Welle der Empörung und der Aufklärung los. Sämtliche große Youtuber wie Unge, Honeyball, Zombey, Pietsmiet und und und, versuchten mit Hilfe ihrer Reichweite die jungen Streamer, vorallem die Mädchen darauf aufmerksam zu machen, welche Gefahren ihr Handeln birgt. Man kann nur hoffen, dass die jungen Menschen auf ihre möglichen Idole hören und auch die Eltern etwas von den Aktivitäten ihrer Kinder erfahren.

Hier als Hintergrundinfo das Video von Tooncraft, der das Thema überhaupt erst losgebrochen hat:

 

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