Journalistenschule – Königsweg der Journalismus Ausbildung

Die Perle der Journalismus Ausbildung: Journalistenschulen haben schon viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht. Ob Günther Jauch oder Sandra Maischberger - alle waren auf einer Journalistenschule. Doch welche Schulen gibt es und wieso ist es so schwer dort angenommen zu werden? Wir geben einen Überblick über die bekanntesten Journalistenschulen in Deutschland.

Journalistenschule - Königsweg in den Journalismus Journalistenschule - Königsweg in den Journalismus Bild: https://www.flickr.com/people/eflon/

Deutsche Journalistenschule – Journalistenschule in München

Die Deutsche Journalistenschule (DJS) ist wohl die bekannteste Journalistenschule in Deutschland. Sie gilt als anerkannte Journalismus Ausbildung. Die DJS wurde 1949 in München gegründet. Sie hat Größen wie Sandra Maischberger, Günther Jauch oder Andreas Petzold hervorgebracht.

Da sie jedes Jahr nur 15 Schüler aufnimmt, sich aber mehrere Hundert dort bewerben, ist das Auswahlverfahren an der Deutschen Journalistenschule kein Zuckerschlecken. Bei der Anmeldung an der DJS müssen neben den üblichen Unterlagen wie Lebenslauf und Zeugnissen, auch eine selbstverfasste Reportage abgegeben werden. Die Schule gibt den Bewerbern vier mögliche Themen für die Reportage vor, aus denen eines bearbeitet werden muss. Wenn diese Bewerbungsstufe an der Journalistenschule geschafft ist, folgt ein zweitägiger Test an der DJS in München. Wer die zwei schriftlichen Tests, die Schreibprobe und das persönliche Gespräch übersteht hat gute Chancen auf eine Zusage.

Die Journalismus Ausbildung an der DJS besteht aus neun Monaten Vollzeit-Unterricht. Die Schüler werden von aktiven Journalisten in allen gängigen Medien unterrichtet. Anschließend folgen zwei dreimonatige Praktika in Redaktionen, Sendern oder PR-Abteilungen außerhalb der Deutschen Journalistenschule. Am Ende der Journalismus Ausbildung an der DJS erhält man ein Redakteurszeugnis. Noten gibt es nicht. Der Besuch ist kostenlos. Weitere Informationen zur DJS erhalten Sie hier.

Henri-Nannen-Schule – Journalistenschule in Hamburg

1979 trat der erste Jahrgang seine Journalismus Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg an. Seitdem haben über 600 Journalisten die Ausbildung an der Journalistenschule, die von Henri Nennen gegründet wurde, abgeschlossen. Auch an der Henri-Nannen-Schule liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit als Journalist.

Allerdings sind die Plätze auch an der Henri-Nannen-Schule stark begrenzt: Ganze 16 Schüler werden in jedem Jahrgang aufgenommen. Die erste Runde des Auswahlverfahrens besteht darin, eine Reportage und einen Kommentar zu verfassen. Jeder Bewerber kann aus einer Themenliste auswählen, über was er schreiben will und hat dann drei Wochen Zeit, seine Arbeit an der Henri-Nannen-Schule abzuliefern. Die Autoren der besten 80 Texte werden zur zweiten Runde in die Journalistenschule nach Hamburg eingeladen. Dort müssen sie mehrere Wissenstests, praktische Übungen und ein Auswahlgespräch meistern.

Die 18-monatige Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule ist in Blockunterricht und Praktika aufgeteilt. Dafür bietet die Henri-Nannen-Schule zahlreiche Kontakte in Redaktionen an. Unterrichtet wird von Vollprofis aus allen Sparten des Journalismus. Am Ende der Ausbildung erhält man ein Testat, in dem verzeichnet ist, was man in den letzten 18 Monaten an der Henri-Nannen-Schule gelernt hat. Der Besuch dort ist, ebenso wie die DJS in München, kostenlos. Zudem erhält jeder Schüler an der Henri-Nannen-Schule eine monatliche Beihilfe von 400 Euro. Weitere Informationen zur Henri-Nannan-Schule erhalten Sie hier.

Axel-Springer Akademie – Journalistenschule in Berlin

Die Axel-Springer Akademie ist die Journalistenschule des Axel Springer-Verlags und bildet seit 1986 junge Journalisten aus. Jedes Jahr werden 40 Schüler an der Axel-Springer-Akademie (ASA) aufgenommen. Das besondere an der Journalismus Ausbildung an der ASA ist, dass die Schüler der Axel-Springer-Akademie im zweiten Jahr in der Redaktion von Welt Kompakt sitzen und für das Schwestermagazin „der Welt“ alleine verantwortlich sind.

Solange man jünger als 30 ist, kann sich jeder bei der Axel-Springer-Akademie bewerben. Wie auch bei den anderen Journalistenschulen wird zur Bewerbung an der Axel-Springer-Akademie eine selbstverfasste Reportage verlangt. Das Thema kann man sich frei auswählen. In der ersten Phase des Bewerbungsverfahrens werden 200 Bewerber zu einem umfassenden Schreib- und Wissenstest in die Axel-Springer-Akademie nach Berlin eingeladen. Wer diesen besteht, muss noch einmal in einem Vorstellungsgespräch die Jury der ASA von sich überzeugen.

Die gesamte Journalismus Ausbildung an der Axel-Springer-Akademie dauert 24 Monate. In den ersten sechs Monaten wird das Grundwissen gelehrt, danach geht es weg von der Schule, ab in die Praxis. Neben der Welt Kompakt Redaktion arbeiten die Schüler der Axel-Springer-Akademie auch für zwei Monate bei BILD.de. Vergütet wird die Journalismus Ausbildung  mit 1200 Euro im Monat. Weitere Informationen zur Axel-Springer-Akademie erhalten Sie hier.

Zulassung zu Journalistenschulen

Die oben angeführten Journalistenschulen zählen zu den Bekanntesten. In Deutschland gibt es noch einige wenige andere Schulen für Journalisten. Diese haben alle ähnliche Zugangsvorraussetzungen. Auch die Schülerzahlen der kleinen Schulen sind relativ niedrig. Die Axel-Springer-Akademie nimmt noch die meisten Schüler pro Jahr auf. Der Vorteil einer Journalistenschule ist die intensive Betreuung und der hohe Praxisanteil der Journalismus Ausbildung. Damit können die wenigsten Volontariate oder Universitätsstudiengänge mithalten. Wer dort keinen Platz bekommt, kann aber trotzdem noch guten Gewissens einen Studiengang auf einer Fachhochschule belegen. Auch diese haben einen sehr hohen Praxisanteil und eine intensive Betreuung durch Professoren und Dozenten.

Was man macht, wenn man kein Abitur hat, erfahren Sie hier.

 

 

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