Freier Journalist: Tipps vom Steuerberater

Die Tipps vom Steuerberater

Als freier Journalist hast du viele Freiheiten - aber natürlich auch einige Verpflichtungen, über die sich Festangestellte keine Sorgen machen müssen. Doch was muss man als selbstständig arbeitender Journalist alles beachten? Dazu gibt es hier einige wichtige Informationen vom Steuerberater. 

Freier Journalist Bild: Madeleine Melzer

Was unterscheidet freie Journalisten steuerlich von festangestellten?
Bei festangestellten Redakteuren wird die Lohnsteuer und die Sozialversicherung vom Lohn sofort einbehalten. Freie Journalisten müssen die Einkommensteuer, die der Lohnsteuer entspricht, vierteljährlich an das Finanzamt überweisen.

Welche Freiheiten habe ich steuerlich als freier Journalist?
Keine. Im Prinzip gibt es zum festangestellten keinen Unterschied. Alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Erbringung der beruflichen Leistung entstehen, können sowohl der Festangestellte als auch der selbständige Journalist als Ausgaben geltend machen.

Freiberufliche Redakteure nutzen häufig die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Was ist der Unterschied zu einer Bilanz?
Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist im Vergleich zu einer Bilanz eine einfache Art seinen Gewinn oder Verlust zu berechnen. Es kommt nur auf die Zahlungsflüsse, also Eingang auf das Konto und Abgang vom Konto an. Bei der Bilanz dagegen kommt es auf die Leistungserbringung an.

Was muss man als freier Journalist bei der Sozialversicherung beachten?
Journalisten sind in der Sozialversicherung in der Künstlersozialkasse versichert. Der Auftraggeber ist verpflichtet für diese Leistungen einen bestimmten Prozentsatz der Rechnung an diese Kasse abzuführen.

Gut versichert als freier Journalist: Mit der Künstlersozialkasse (KSK)

Die KSK ist die Sozialversicherung für freiberufliche Redakteure. Monatlich muss der Redakteur das unversteuerte Honorar melden. Da bei Freien der Arbeitgeber nicht für Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung aufkommt, zahlt die KSK 20 Prozent des Einkommens in diese Versicherungen ein. Sie übernimmt also das, was der Arbeitgeber für festangestellte Journalisten zahlt. Verlage, die Freiberufler beschäftigen, zahlen ihrerseits an die KSK, damit diese an die freiberuflichen Redakteure auszahlen kann.

Wichtige Informationen und Tipps rund um den Start in den freien Journalismus, findest du hier.

 

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