Twitter – Der Bruchpilot der Social Networks?

Twitter gibt es seit 2006 und ist nach Facebook und Instagram das größte Social Network. Doch seit dem Börsengang 2013 befindet sich der Zwitscher-Dienst im Trudeln.

Twitter sieht sich mit immer mehr Problemen konfrontiert: Die Nutzerzahlen steigen nicht in dem Maß wie erwartet, was wiederum dazu führt, dass der Aktienkurs ins Wanken gerät. Seit dem Börsengang im November 2013 befindet der sich im ständigen Auf und Ab.

Das Unternehmen konnte seine Nutzerzahlen vom 3. auf das 4. Quartal 2014 gerade mal um vier Millionen User steigern und liegt jetzt bei insgesamt 288 Millionen Usern weltweit. Allerdings nahmen die Werbeeinnahmen zu und Twitter erreichte im 4. Quartal auf einen Umsatz von 479 Millionen US Dollar.

Der Nutzen ist nicht klar

Twitter krankt vor allem daran, dass es den Usern immer noch nicht sagen kann, welche Daseinsberechtigung die Plattform hat. Während die Nutzerzahlen von Facebook, Instagram und Reddit immer weiter steigen, kommen sie bei Twitter zum Stagnieren. Die Plattform hat es seit der Gründung im Jahr 2006 noch immer nicht geschafft, der breiten Masse verständlich zu machen, was sie mit ihren Dienst bezweckt.

Auf Facebook ist klar, dass man den Kontakt zu Freunden und Bekannten pflegt. Instagram ist die Nummer eins, wenn es darum geht, Bilder zu teilen – egal von was und mit wem. Und Plattformen wie Reddit und Tumblr sind perfekt für spezielle Interessensgebiete wie Videospiele, Serien oder Kunst. Ein solches Profil fehlt Twitter auch noch nach acht Jahren. Viele nutzen den Dienst nur passiv. Sie schreiben keine eigenen Tweets sondern folgen Prominenten oder Nachrichtendiensten.

Die Zukunft von Twitter

Das Unternehmen versucht mit neuen Funktionen diesem Trend entgegenzuwirken. Die „While you were away“-Funktion soll dafür sorgen, dass der Nutzer die interessantesten Tweets seiner Timeline auch lesen kann, ohne ständig vor Twitter zu hängen. Die Funktion ist bisher aber nur auf einigen IOS-Geräten verfügbar. Auch private Gruppenchats und eine Videofunktion sollen mehr Nutzer anziehen und vor allem dazu bringen, Twitter aktiv zu nutzen.

Sollte Twitter es schaffen, den Nutzern weltweit klar zum machen, welchen Mehrwehrt ihnen das Netzwerk bringt, hat das Unternehmen große Chancen Facebook den Thron streitig zu machen. In den USA, wo 77 Prozent aller Twitterer sitzen, sind die Userzahlen des Social-Media-Riesen in der Zielgruppe der 13- bis 24-Jährigen rückläufig. Diese Entwicklung ist die Chance für Twitter seinen Userkreis zu erweitern und endlich zu einem Social Network mit Profil zu werden.

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