Reisejournalismus – Fakten zum Berufsbild

Reisejournalismus“ – ein Wort, das erst einmal nach Abenteuer und Spaß klingt. Fremde Kulturen erleben, in ferne Länder reisen und dann darüber berichten. Ein wahrer Traumjob. Doch ist diese romantische Vorstellung realistisch? Was sind die Vorraussetzungen, um ein guter Reisejournalist zu werden, was die Schwierigkeiten? Medienfrage.de hat sich den spannenden Beruf mal etwas genauer angesehen.

Wie fasse ich den eigentlich im Reisejournalismus Fuß?

Vorneweg: Es gibt nicht DEN Weg in den Reisejournalismus – eine professionelle, journalistische Ausbildung ist jedoch von Vorteil, beispielsweise durch ein Studium oder Volonteriat. Eine Spezialisierung auf einen bestimmten Schwerpunkt hilft bei den Jobchancen. Auch als Quereinsteiger hat man gute Chancen – wichtig ist einfach, dass man sich in einem gewissen Themengebiet gut auskennt. Außerdem sollten gutes Equipment und Fremdsprachenkenntnisse vorhanden sein.

Vorsicht an alle Leute, die sich für den Reisejournalismus interessieren, weil sie „gerne reisen und fotografieren“ – denn der Weg in den Alltag des Reisejournalisten ist steinig und finanziell schwer absehbar.

Die romantische Vorstellung des Reisejournalismus – ein Mythos?

Reisejournalisten arbeiten zum Beispiel für Redaktionen, Hotels, Reiseveranstalter oder auch PR-Agenturen. Oftmals gestaltet sich die Auftragslage jedoch heutzutage als schwierig: Immer mehr Redaktionen kürzen den Reiseressort im Printbereich, um Gelder einzusparen. Die Onlinebranche boomt jedoch: Onlineredakteure und Blogger sind gefragter denn je! Wer fesselnd schreiben kann und Leidenschaft mitbringt hat gute Karten – auch wenn es finanziell sicher nicht immer einfach ist. Die meisten Reisejournalisten sind als freie Journalisten auf dem Arbeitsmarkt unterwegs und können nicht allein von dieser Branche leben. Ein zweites Standbein wäre deshalb nützlich.

Was macht einen guten Reisejournalisten aus?

Reisejournalisten müssen extrem belastbar sein. Sie sind ständig unterwegs, immer an einem anderen Ort, schlafen selten in ihren eigenen Vier Wänden und müssen sich auch noch parallel um ihre neuen Aufträge kümmern. Hört sich nervenaufreibend an? Ist es auch – Stressresistenz sollten Sie demnach auf jeden Fall mitbringen, genauso wie die Gabe gut mit Menschen verschiedener Kulturen interagieren zu können. Sie sehen: der Weg ist schwer – doch machbar, wenn Sie den Beruf realistisch sehen und nicht verklären. Sie werden belohnt: mit einem der wohl spannendsten Jobs der Welt!

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