TV Reportage drehen – Tipps & Tricks

Die TV Reportage gilt als das spannendste und sinnlichste Genre in der aktuellen Berichterstattung. Sie wird anders geplant, strukturiert, gedreht, geschnitten und getextet als beispielsweise ein Bericht. Aber auch hier kommt es auf Idee, Umsetzung und Feingefühl an. TV Reportage drehen leicht gemacht.

TV Reportage drehen

TV Reportage drehen: Ideenfindung

Wie bei jedem Beitrag braucht man hier natürlich eines: Ein gutes Thema. Für eine TV Reportage eignen sich viele Themen, vor allem solche, die für die Öffentlichkeit relevant und im besten Falle neu sind. Wichtig bei der Themenauswahl sind außerdem Kriterien, wie die Emotionalität, der voraussichtliche (Quoten-) Erfolg und die Umsetzbarkeit. Im Kern der Reportage steckt zwar immer auch eine Nachricht, diese muss jedoch lebendig werden, die Zuschauer sollen die Geschichte aus der Sicht des Reporters miterleben und dabei mitfühlen.

Das Drehbuch

Hat man das richtige Thema gefunden, folgt nun die Planung. Also die gründliche Recherche und ein Drehbuch, um den ungefähren Ablauf einschätzen zu können. Hilfreich ist es immer, schon vorher ein-, zweimal am Drehort zu sein und vorab Gespräche mit den Beteiligten zu führen, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Es werden Fragen geklärt, und Informationen ausgetauscht, bis das verantwortliche Team ein Bild im Kopf hat. Das Drehbuch wird dann so verfasst, wie die Situationen vermutlich aussehen werden. Diese ungefähre Planung der Szenen ist wichtig, um sowohl einen zeitlichen, als auch einen inhaltlichen Rahmen setzen zu können. Wichtig hierbei sind die Kameraperspektiven und – winkel, die oft helfen eine Geschichte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Außerdem weiß der Kameramann durch das Drehbuch genau, wo er stehen und was er machen muss.

Der Dreh

Nun kann man die TV Reportage drehen und es gilt: Authentizität statt Inszenierung! Den Protagonisten werden keine Sätze vorgegeben, sie sollen sich verhalten, als wäre keine Kamera vor Ort. Da der Zuschauer ein Bild vom Alltag des Geschehens/des Ortes bekommen soll, läuft die Kamera beziehungsweise der Kameramann immer mit. Gedreht wird also von der Schulter aus und nicht vom Stativ. Da Szenen oft nicht noch einmal gedreht werden können, muss das ganze Team (inklusive Reporter und Kameramann/-frau) aufmerksam und auch für mögliche Änderungen im Ablauf bereit sein. Die Kamera fängt so viel ein wie möglich, um später eine gute Auswahl für den Schnitt bieten zu können. Falls etwas schief geht, ist das erstmal nicht zu ändern und am Ende sogar oft sogar besonders interessant für den Zuschauer – wenn auch nicht geplant.

Der Feinschliff

Als letzte Schritte folgen dann Vertonung und Schnitt, bei denen das Filmmaterial aussortiert wird, um die geeignetsten Szenen für die Zuschauer zu finden. Hier besteht dann auch die Möglichkeit, nachträglich Verbesserungen vorzunehmen, wie z.B. Rauschentfernung oder Überbelichtung. Der Reporter kümmert sich noch um das Einsprechen der Sprechertexte, die zur Orientierung des Zuschauers dienen. Auch hier ergeben sich oft noch kleine Änderungen an der ursprünglichen Fassung des Drehbuchs. Am Ende folgt der Feinschliff mit passender Musik, Bauchbinden und Danksagungen. Ob die Reportage dann gelungen ist, entscheidet am Ende natürlich nicht nur das Können, sondern vor allem der Zuschauer.

Von Alisha Dewald

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