Berufsbild Auslandskorrespondent: Die weite Welt!

Das Berufsbild Auslandskorrespondent hört sich spannend an aber: Wie wird man Auslandskorrespondent und wie sieht die Arbeit im Ausland überhaupt aus? Darüber erfährst du hier mehr.

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Voraussetzungen für das Berufsbild Auslandskorrespondent

Eine spezielle Ausbildung zum Auslandskorrespondent gibt es nicht. Wie im Journalismus, kann man auch hier quer einsteigen. Das geht zum Beispiel über einen Journalismus oder Medienkommunikations Studiengang. Alternativ kann man den Einstieg auch über ein Fremdsprachenstudium schaffen.

Da der Beruf aber zur Journalisten Sparte gehört, ist Berufserfahrung als Journalist notwendig. Das heißt, man muss eine saubere journalistische Arbeitsweise beherrschen. Alle Informationen müssen sorgfältig auf Herkunft, Wahrheitsgehalt und Inhalt geprüft werden. Um als Auslandskorrespondent Fuß fassen zu können sind außerdem sehr gute Sprachkenntnisse ein MUSS. Vor allem, wenn man länger aus einem bestimmten Gebiet berichtet und arbeitet. Je nach Arbeitsort, sollte man die Sprache fließend sprechen und auch weitere Sprachkenntnisse besitzen. Oft benötigt sind vor allem Englisch, aber auch Spanisch und Französisch und gegebenenfalls auch Chinesisch oder Russisch. Ebenso wichtig ist es, sich mit Geschichte, Kultur und Gesellschaft vorort auszukennen. Man sollte die internationalen Beziehungen und den Kontext verstehen. Hinzu kommen Charaktereigenschaften die man mitbringen muss, wie: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Offenheit, Kontakfreudigkeit und Stressresistenz.

Gehalt und Fakten

Das durchschnittliche Gehalt eines Korrespondenten im Alter von 30 Jahren mit Master beträgt monatlich etwa 3500 Euro. Dieser Betrag ist abhängig von Firmengröße, Qualifikationen und Aufträgen.

Momentan arbeiten etwa 875 Korrespondenten als feste Mitarbeiter im Ausland für deutsche Medienhäuser, davon:

  • circa 450 innerhalb Europas
  • circa 150 in den USA
  • nur 70 von ihnen sind in den „Entwicklungsländern“ beschäftig

Aus Afrika berichten zurzeit nur 28 deutsche Korrespondenten. Manche von ihnen sind für die Berichterstattung aus bis zu 43 afrikanischen Ländern gleichzeitig verantwortlich. Im asiatischen Raum herrschen ähnliche Bedingungen.

Berufsalltag als Auslandskorrespondent, Urlaub, Sonne und Meer?

Arbeiten, wo andere Urlaub machen und es sich gut gehen lassen. So denken viele über das Berufsbild Auslandskorrespondent. Doch von Urlaub kann hier keine Rede sein. Als Auslandskorrespondet arbeitet man vor allem für Medienunternehmen. Das kann im Bereich Rundfunk- und Fernsehen, Presse- und Nachrichtenagenturen, sowie Zeitungen und Zeitschriften und Verlagen sein. Die Hauptaufgabe besteht darin, über aktuelle politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschtliche Ereignisse aus dem Land zu berichten. Zudem erarbeitet man Hintergrundberichte und Reportagen.

Die Hauptaufgaben im Überblick:

  • Auswahl der Themen und Medienart durch den Redakteur umsetzen
  • geordnetes Sammeln von Informationen
  • regelmäßige Bereitstellung von Berichten

Außerdem sollte man bereit sein neues zu lernen und viele Kontakte zu knüpfen. Der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich und offen, der Auslandskorrespondent entscheidet oft selbst wo und wann er nach Informationen zum vorgegebenen Thema sucht und wen er dazu befragt.

 

In Gefahr: Risiken als Auslandskorrespondent

Der Job bringt viele Risiken mit sich, vor allem in Krisengebieten und „Entwicklungsländern“. Im Berufsbild Auslandskorrespondent muss man lernen, Gefahren richtig einzuschätzen. Außerdem sollte man sich anpassen können, um so sicher wie möglich seiner Arbeit nachgehen zu können. Viele Korrespondenten sind ständig erreichbar und haben ihre eigene Taktik zum Schutz in einem gefährlichen Land etwickelt. Manche rufen ihren Redakteur zum Beispiel täglich an, um zu melden, dass es ihnen gut geht. Wenn der Anruf ausbleibt, werden Kräfte vor Ort durch den Redakteur konsultiert, um sich zu vergewissern, dass der Auslandskorrespondent wohl auf ist. Die Gefahr aus Leichtsinn oder Sensationsgier zum Opfer zu werden, ist vor allem bei jüngeren Reportern hoch. Allein 2015 sind 110 Journalisten ums Leben gekommen. Die meisten starben im Irak, Syrien, Frankreich und im Jemen bei der Ausbübung ihrer Tätigkeit.

Im Berufsalltag eines Auslandskorrespondenten sind trotz der Gefahren in bestimmten Gebieten neben negativen Themen auch positive Themen über die berichtet wird. Die Berichterstattung besteht nicht nur aus Naturkatastrophen, Hungersnöten und Krisen. Jedoch handelt es sich immer nur um unvollständige Einblicke in eine andere Welt.

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