Ressortjournalismus in Ansbach

Der Studiengang Ressortjournalismus in Ansbach findet zum Teil auch in ehemaligen Kasernengebäuden statt

Quer durch Deutschland gibt es verschiedene Studiengänge mit dem Schwerpunkt Journalismus, in allen Ausprägungen und mit verschiedenen Inhalten. Jede Hochschule versucht auf andere Weise, sich zu profilieren. Mit dem Studiengang Ressortjournalismus in Ansbach bekommen Studenten beispielsweise eine besondere Möglichkeit der Spezialisierung.

Von Sandra Mooshammer

Die Hochschule Ansbach in Mittelfranken wirkt auf den ersten Blick weniger spektakulär. Seit 1996 gibt es die kleine FH, wo in ehemaligen Gebäuden der US-Army insgesamt 3600 Studenten lernen und forschen. Allerdings präsentiert die Hochschule für jeden ihrer Studiengänge ein spezielles Konzept, das sie von anderen, ähnlichen Angeboten unterscheidet. So ist auch der Studiengang Ressortjournalismus in Ansbach in seiner Form deutschlandweit einzigartig.

So ist Ressortjournalismus in Ansbach aufgebaut

In den ersten Semestern lernen die Studenten vor allem das Handwerkszeug in den Fächern Print, Online, Hörfunk, TV und Medienproduktion. Durch theoretische Vorlesungen sowie viele Übungseinheiten und Studienarbeiten werden die angehenden Journalisten im Umgang mit den verschiedenen Medien vertraut gemacht. Zusätzlich bietet das Studium durch theoretische Fächer wie Wirkungsforschung, Medienethik oder Empirische Sozialforschung auch einen wissenschaftlichen Zugang an die Thematik.

Im dritten Semester bekommen die Studierenden die Möglichkeit, zusätzlich zur grundlegenden journalistischen Ausbildung ein Fachgebiet zu wählen. Diese Wahl ist deutschlandweit einzigartig und macht den Studiengang so speziell. Die HS Ansbach bietet hier fünf verschiedene Optionen, nämlich Energie und Umwelt, Politik und Wirtschaft, Kultur und Lifestyle, Medizin und Biotechnologie sowie Sport. In drei Semestern vermitteln Dozenten hier die Grundlagen des jeweiligen Fachs.

In diesem Gebäude finden die meisten Vorlesungen für Ressortjournalismus in Ansbach statt

In diesem Gebäude finden die meisten Vorlesungen von Ressortjournalismus in Ansbach statt

Auf dieser theoretischen, fachlichen und handwerklichen Grundlage absolvieren die Studenten im fünften Semester ein verpflichtendes Praxissemester, wo sie bei Zeitungen, Fernsehsendern oder PR-Agenturen ihr erworbenes Wissen anwenden sollen.
Im siebten Semester endet das Studium schließlich mit einem abschließenden größeren journalistischen Projekt sowie der Bachelorarbeit.

Verschiedene Wahlfächer wie Sprachen, Interviewtraining oder die Möglichkeit, fachfremde Kurse zu belegen sowie E-Learning-Module ergänzen das Angebot an Vorlesungen.

Ausland

Auslandsaufenthalte sind prinzipiell in jedem Semester möglich und auch gern gesehen. Für Ressortjournalismus in Ansbach bestehen Kooperationen mit Oslo, Istanbul, Dublin, Vancouver Island (Kanada), Joplin (USA) und Sippy Downs (Australien). Über diese Verbindungen können Erasmus-Semester oder vergünstigte Studiengebühren organisiert werden, außerdem sind meist die Bewerbungsverfahren einfacher. Aber auch jede andere Hochschule ist möglich. Auch das Praxissemester kann im Ausland absolviert werden, um die Stelle müssen sich Interessierte jedoch selbst kümmern.

Bewerbung für Ressortjournalismus in Ansbach

Die Bewerbung läuft online ab. Vom 1. Mai bis zum 15. Juli können Interessierte die Formulare ausfüllen und abschicken. Zusätzlich müssen sie einen Antrag auf Zulassung ausgedruckt und unterschrieben innerhalb dieser Frist an die Hochschule senden. Voraussetzung für die Bewerbung ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, ein Vorpraktikum ist nicht nötig. Anfang August verschickt die Hochschule die Zu- oder Absage. Die Studienplätze werden zu 90% nach Noten vergeben; je nachdem, welche Noten die Bewerber haben, ist die Grenznote für die Zulassung daher jedes Jahr sehr unterschiedlich. Mit einem guten 2-Komma-Schnitt (oder besser) stehen die Chancen auf eine Zusage laut der Hochschule allerdings nicht schlecht.

Das sagen die Studierenden

Sowohl bei Bewertungsportalen als auch bei Umfragen loben die meisten Studenten den Praxisbezug. Die Hochschule bietet ein breit angelegtes Grundstudium zu verschiedenen Medien, viele Übungen und praktische Arbeiten sowie die Möglichkeit, die Themen meistens frei zu wählen. Auch das familiäre Umfeld im eher kleinen Studiengang (etwa 60-80 Studenten pro Jahrgang) und die gute Betreuung durch Professoren und Dozenten aus der Praxis gefallen den Studenten. Außerdem lässt der lockere Stundenplan viel Freiraum – für Freizeit, Wahlfächer oder auch eigene Schritte in den Journalismus (etwa durch freie Mitarbeit). Ein weiterer Pluspunkt ist die technische Ausstattung mit modernem Schnittpool und viel Equipment, das die Hochschule für Projekte verleiht – den Studenten von Ressortjournalismus in Ansbach steht neben Kameras oder Aufnahmegeräten sogar eine Drohne fürs Filmen zur Verfügung.

Gerade die Ressortwahl steht aber bei einigen Studenten in der Kritik. Medienunternehmen wie etwa Zeitschriften nehmen oft lieber Leute vom Fach als solche Bewerber, die die Thematik im Studium nur oberflächlich behandeln. Wer also später über naturwissenschaftliche Phänomene für das Science-Magazin schreiben möchte, ist bei Ressortjournalismus in Ansbach schlecht aufgehoben. Für Publikumszeitschriften kann das Angebot dagegen sinnvoll sein. Einige Studierende und Absolventen kritisieren außerdem, im Studium fehlten Inhalte zu Selbstvermarktung oder dem Verkauf von Artikeln, die gerade für freie Journalisten wichtig wären. Zudem kann das Studium seinen Anspruch auf Aktualität und crossmediale Ausbildung nicht komplett erfüllen. Durch den schnellen Wandel der Medien, gerade in den Bereichen Social Media und neue Technologien, hängen die fachlichen Inhalte etwas hinterher. Studenten müssen sich hier viel selbst erarbeiten.


Alles Wichtige auf einen Blick

  • Studiengang: Ressortjournalismus
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
  • Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach
    Residenzstraße 8
    91522 Ansbach
  • Fachsemester: 7
  • Studenten pro Jahrgang: 70-80
  • Studienbeginn: jedes Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung: ja, Grenznote variiert
  • Studienkosten: 42€ Semesterbeitrag
  • Ansprechpartner: Prof. Renate Herrmann, Studiengangsleitung (0981/4877-234)
    Prof. Sabine Böhne-Di Leo, Studienfachberatung (0981/4877-358)
    Allgemeine Studienberatung (0981/4877-437)
  • Weitere Infos: http://www.hs-ansbach.de/studium/bachelor_studium/ressortjournalismus.html

 

Das war doch noch nicht ganz das Richtige? Hier findest du Übersichten aller Journalismus-Studiengänge an Universitäten und privaten sowie öffentlichen Hochschulen.

Beitragsbild: By HochschuleAnsbach – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25862874
Bild Vorlesungsgebäude: By HochschuleAnsbach – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25862884

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