Akkreditierung für Journalisten – FAQs

Durch die Akkreditierung für Journalisten erhält dieser meist einen Platz in der front-row Durch die Akkreditierung für Journalisten erhält dieser meist einen Platz in der front-row

Das Leben als Journalist ist nicht immer leicht, aber es hat seine Vorteile. Durch die Vergabe von einer sogenannten Akkreditierung für Journalisten erhält der Medienschaffende die Möglichkeit, kostenfrei und zum Zwecke der Berichterstattung, an Veranstaltungen teilzunehmen. Welche Kriterien müssen erfüllt sein um diese zu erhalten und wann ist davon auszugehen der Journalist nutzt seine berufliche Stellung zum persönlichen Vorteil?

Was ist eine Akkreditierung für Journalisten?

Die Akkreditierung für Journalisten ermöglicht diesem kostenfreien Zugang zu einem bestimmten Event oder einer Veranstaltung. Ziel ist es für seinen Auftraggeber oder sein eigens betriebenes Medium, Bericht erstatten zu können. Er erhält so die Möglichkeit das Geschehen von den besten Plätzen verfolgen zu können. Außerdem hat er die Möglichkeit Fotos zu schießen, Interviews zu führen sowie die Teilnahme an der Pressekonferenz. Eine Akkreditierung kann generell verschiedene Gültigkeiten haben. Sie kann einmalig gelten oder wie dies gerade im Sport üblich ist, saisonal gültig sein.

Unter welchen Voraussetzungen wird sie erteilt?

Durch die Akkreditierung für Journalisten sitzen diese meist in der ersten Reihe um ungehindert über das Spielgeschehen berichten zu können.

Gerade bei einer schnellen Sportart wie Basketball benötigen Journalisten eine gute Sicht. Sie sitzen deshalb in der ersten Reihe.

Grundvoraussetzung für den Erhalt einer Akkreditierung, ist der Besitz eines gültigen Presseausweises. Beantragt wird die Akkreditierung für Journalisten meist über ein Formular auf der Homepage des Veranstalters. Möglich ist die Beantragung auch auf telefonischem Weg oder per Mail.

Die weiteren Vergabebedingungen legt der Veranstalter selbst fest. Zu diesem Zweck gibt es in jeder Pressestelle einen Akkreditierungsverantwortlichen. „Bei einer Vergabe prüfen wir zuerst die Qualität des Mediums, für das Journalist tätig ist“, weiß auch Thomas Meyer, Redakteur in der Presseabteilung des deutschen Basketballmeisters Brose Baskets und zuständig für die Vergabe der Akkreditierungen. „Angestellten Journalisten eines hochwertigen Mediums wird sie nur selten verweigert. Bei freischaffenden Journalisten prüfen wir die Reichweite der Beiträge. Natürlich kann nicht jeder, der meint eine eigene Website eröffnen zu müssen, sofort erwarten, dass er sich zukünftig die Spiele anschauen kann, um vielleicht oder vielleicht auch nicht, darüber zu berichten, auch wenn das manche denken.“

Netter Benefit oder win-win Situation?

Durch die Akkreditierung erhält der Journalist zwar die Möglichkeit eine Veranstaltung kostenlos zu besuchen, sie verpflichtet ihn gleichermaßen aber auch, über diese zu berichten.Viele Veranstalter spekulieren durch die Vergabe auf eine wohlwollende Berichterstattung. „Wir erhoffen uns durch die Akkreditierung eines hochwertigen Mediums, wie Antenne Bayern, überregional den Basketballsport präsenter zu machen“, räumt auch Thomas Meyer ein.

Ein weiteres Ziel sei es dabei außerdem valide Kontakte zu knüpfen. „Durch die Akkreditierung angehender Journalisten erhoffen wir uns später mal einen belastbaren, brauchbaren Kontakt knüpfen zu können.“ Getreu dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“, erhalten so auch Studenten die Möglichkeit eine Akkreditierung für Journalisten zu erhalten. Der Verein denkt hier langfristig.“ Bei der Vergabe ist es außerdem wichtig eine Balance zu finden. Große Medien sollen immer einen Platz in der Halle finden. Aber auch die Lokaljournalisten, welche die ganze Saison die Region mit Berichten versorgt, dürfen nicht zu kurz kommen.

Was passiert, wenn der Journalist seiner Pflicht der Berichterstattung nicht nachkommt?

Durch Stichproben überprüft der Veranstalter ob eine Berichterstattung erfolgt. Stellt sich heraus, ein Journalist erbringt dies nicht, liegt es nahe, dass ein Missbrauch der Akkreditierung vorliegt. Rechtlich hat dies keine Konsequenzen für den Schreiberling. Der Veranstalter kann ihm diese allerdings jederzeit aberkennen. „Wenn wir den Verdacht haben, dass ein Journalist schon lange nichts mehr berichtet hat, fordern wir ein paar aktuelle Berichte an.Liefert er diese nicht, können wir ihm den Zugang zum nächsten Spiel verweigern“, erklärt Meyer hier das Vorgehen beim deutschen Basketball-Meister. „Natürlich gibt es auch solche Anfragen, bei denen wir direkt wissen, was Sache ist. Wenn ein PR-Berater einer x-beliebigen Firma nach drei Akkreditierungen fragt, ist uns alles klar. Dann will er einfach er einfach das Spiel mit seiner Familie sehen. Wenn man da nochmal nachhakt, räumen sie das aber meist ein. Der Großteil unserer akkreditierten Journalisten machen einen großartigen Job.“

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