Journalistische Erfahrung sammeln

Im Journalismus gibt es viele Möglichkeiten, sich neben dem Studium praktisch auszuprobieren. Ob in einer Zeitungsredaktion, bei einem Radiosender oder in großen Unternehmen - regelmäßig oder in den Semesterferien. Schon vor dem Berufseinstieg journalistische Erfahrung zu sammeln ist für angehende Redakteure unbedingt notwendig. Grundsätzlich gibt es drei Wege.

Journalistische Erfahrung sammeln: Das Praktikum

„Ohne Praktikum läuft (fast) nichts mehr“, so der Deutsche Journalistenverband (DJV) auf seiner Homepage. In der Tat sind Praktika wichtige Bausteine auf dem Weg in den Journalismus. Mit einem Praktikum kann der Student theoretisches Wissen  anwenden, Kontakte in der Medienbranche knüpfen und im besten Fall herausfinden, was er oder sie wirklich will. Grundsätzlich bieten Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender redaktionelle Praktika an. Diese können bezahlt oder unbezahlt sein, leider trifft Zweiteres häufig zu. Deshalb sollte man besonders darauf achten, nicht an ein Unternehmen zu geraten, das mit Praktikanten Vollzeitstellen ersetzt. Im Internet finden sich oft Praktikumsberichte von ehemaligen Praktikanten, durch die man sich ein Bild von den Tätigkeiten machen kann. Es ist wichtig sich vorher zu informieren, inwiefern eine Redaktion den Praktikanten oder die Praktikantin in das Tagesgeschäft einbindet und selbstständig arbeiten lässt. Übrigens: ein redaktionelles Praktikum kann drei bis vier Wochen dauern oder sogar sechs bis neun Monate.

Journalistische Erfahrung sammeln: Der Werkstudentenjob

Im Gegensatz zu einem Praktikum kann ein Werkstudentenjob während der Vorlesungszeit ausgeübt werden. Als Werkstudent arbeitet der Studierende in einem Unternehmen (nicht unbedingt aus der Medienbranche) mit, lernt Abläufe kennen und knüpft Kontakte für eine eventuelle spätere Anstellung. Journalismusstudenten können Werkstudentenjobs zum Beispiel bei Pressestellen oder Kommunikations-/PR-Abteilungen, in denen ebenfalls journalistisch gearbeitet wird, bekommen. Der Werkstudent kann bis zu 20 Stunden die Woche in der Firma tätig sein, in den Semesterferien oft sogar vollzeit. Damit ist der Werkstudentenjob eine gute Alternative zum klassischen Kellnerjob, denn so können Studierende Geld verdienen und gleichzeitig wertvolle journalistische Erfahrung sammeln.

Journalistische Erfahrung sammeln: Die freie Mitarbeit

Freie Mitarbeiter gibt es vor allem bei Tageszeitungen. Sie bekommen Aufträge von der Redaktion oder schlagen selbst Themen für Artikel vor. Die abgelieferten Beiträge bezahlt der Verlag nach den gedruckten Zeilen. Lokalzeitungen bezahlen meist um die 50 Cent pro Zeile, überregionale Zeitungen oft einen Euro oder mehr. Die freie Mitarbeit ist wie der Werkstudentenjob neben dem Studium möglich. Der Student kann freie Zeiten angeben und Aufträge auch ablehnen. Am besten man fängt als Student erst einmal klein an und fragt bei der Lokalzeitung in der Nähe an, ob ein Bedarf an freien Mitarbeitern besteht.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*