online Journalismus – Netzwerken zum Erfolg

Für einen freien online Journalisten ist das Netzwerken in zweierlei Hinsicht existentiell. Einerseits um von möglichen Auftraggebern gefunden zu werden, andererseits um sich Verlags-unabhängig seine eigene Leserschaft auf zu bauen. Kombiniert man beide Seiten, können sie sich gegenseitig positiv potenzieren. Alle aufgeführten Tipps sind keine Notwendigkeit um als freier Journalist erfolgreich zu sein, sie sind vielmehr eine Auflistung verschiedener Möglichkeiten über die man sich Gedanken machen sollte.

Social Media Profil einrichten

Xing hat als freischaffender Journalist wohl oberste Priorität. Ein Profil hilft Ihnen von Auftraggebern gefunden zu werden, und ansprechbar zu sein.
Google+ bringt auch Vorteile. Die Seite wird von Google höher geranked und ist somit leicht zu finden. Wenn sie über ihr Google+ Konto ihre Arbeit verlinken, steigt die Wahrscheinlichkeit, von interessierten Lesern gefunden zu werden.
Twitter sticht heraus, da man hier mit Glück ganze Fluten an Klicks für seine Website generieren kann. Das richtige Hashtag zum richtigen Zeitpunkt. Wichtiger ist jedoch die Verknüpfung mit anderen Journalisten, aber auch Lesern. Fangen sie erst an zu Twittern, wenn sie auch Content vor zu weisen haben. Denn immer wenn sie Jemandem auf Twitter neu Folgen, wird ihm auch vorgeschlagen Ihnen zu folgen. Und hier müssen sie den Leser mit Inhalt abholen.

Klares Konzept entwickeln

Ein Konzept sollte nicht in Stein gemeißelt sein, aber bevor sie anfangen selbstständig im Netz zu publizieren, sollten sie sich grundlegende Fragen stellen.
Was will ich publizieren?
Wie regelmäßig will ich veröffentlichen?
Welche Mittel will ich dazu nutzen?
Für welche Zielgruppe schreibe ich?
Von den Antworten hängt ab, über welchen Kanal sie am besten veröffentlichen. Ein klares Konzept hilft nicht nur Ihnen, den Überblick zu behalten, sondern auch als Orientierung für den Leser. In der großen Datenflut ist es elementar, dem Leser klar zu zeigen, was er von Ihrer Seite zu erwarten hat und diese Erwartungshaltung auch zu befriedigen.

Verbreitungskanal wählen und analysieren

Von Ihrem Konzept ist es abhängig welcher Verbreitungskanal am besten zu Ihrer Arbeit passt.
Ob Youtube, WordPress, Facebook oder die eigene Website. Internetnutzer halten sich auf verschiedenen Plattformen auf, die sie unterschiedlich nutzen.
Während man auf Twitter schnelllebig Neuigkeiten austauscht, steht in vielen Blogs der Prozess im Vordergrund.
Wichtig ist, egal für welche Plattformen sie sich entscheiden, dass sie die Community kennen. Jede von Ihnen spielt nach Ihren Regeln, ob es Hashtags sind, spezielle Themen die ankommen, oder einfach nur eine spezielle Art zu kommunizieren. Erstellen sie Accounts und lernen sie Ihre potentielle Leserschaft erst einmal kennen und die Art und Weise wie sie interagiert. Sie können nur Teil der Community werden, wenn sie sich auf sie einlassen.

online Journalismus bedeutet: Dialog statt Monolog

Eigentlich ein offensichtlicher Punkt und doch mit das Wichtigste, wenn es um Social Media geht. Das Internet lebt vom Dialog und hat auch nur dadurch die Massen begeistert. Der Nutzer bekommt Informationen nicht mehr nur diktiert, sondern hat erstmals die Möglichkeit zu interagieren und sich selbst ein zu bringen. Seien sie offen für konstruktive Kritik und machen sie sich immer wieder bewusst, dass der Dialog keine zusätzliche Last ist. Vielmehr ist er eine Möglichkeit die wahrgenommen werden will.

Bestes Selbstmarketing ist und bleibt Qualitative Arbeit

Diese Möglichkeiten sollten nicht überlagern um was es eigentlich geht, gute Journalistische Arbeit. Sie muss das Fundament bleiben, sonst werden sie weder langfristig Leser hinter sich versammeln, noch Aufträge bekommen. Sich im Netz richtig zu positionieren, ist wichtig um seine Arbeit auch den Menschen zeigen zu können, die wirklich daran interessiert sind. Und ein Netzwerk aus Gleichgesinnten und Verweise, wie Links auf Ihre Website, können die Sichtbarkeit Ihrer selbst im Internet nun mal um ein Vielfaches erhöhen.

Selbstkontrolle

Sie haben Ihren Blog online gestellt, die ersten Artikel veröffentlicht und fangen an, über ihre Erkenntnisse zu zwitschern. Ihre Twitter Follower Zahl steigt, aber die Klicks auf Ihrem Blog wollen einfach nicht kommen.
Hier ist das Internet ein Segen, denn es bietet Möglichkeit zur Selbstanalyse. Tools wie Google Analytics können Ihnen das Verhalten der User Ihrer Website offenbaren. Hier wird gezeigt, durch welche Suche oder Links die Leser auf Ihre Website gekommen sind und wie lang sie sich auf welcher Seite aufgehalten haben. Hieran können sie sehen, welche Tags, Schlagwörter und Überschriften funktionieren, und welche nicht.

Offline-Präsenz

Auch oder gerade weil es darum geht Online Fuß zu fassen, sind die Kontakte außerhalb der digitalen Welt wichtiger denn je. Besuche auf Medienveranstaltungen, Messen und Networking-treffen bieten immer die Möglichkeit mit Kollegen, Lesern oder Auftraggebern in Kontakt zu kommen. Persönliche Interaktion wird auch in Zukunft unerlässlich sein. Ein Gespräch prägt sich mehr ein, als ein Artikel im Datendschungel.

Weiterführende Artikel zu dem Thema:

Networking – Tipps eines erfolgreichen Jungunternehmers
Die Freie Journalisten Susanne Berg im Interview
Monetarisierung als Self Publisher

Autor:
Sami Wiese
Bildnachweis:
Beitragsbild von Nick Keppol
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Quelle: www.piqs.de

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