Snapchat-Journalismus : funktioniert das?

Es ist längst kein Geheimnis mehr: der Instant-Messaging Dienst Snapchat ist im Kommen. Die App hat im vergangenen Jahr die gängigen Social Media Kanäle wie Twitter oder Google+ an Wachstumszahlen rasant eingeholt. Doch wie funktioniert das soziale Netzwerk und wie funktioniert eigentlich Snapchat-Journalismus?

Snapchat-Journalismus : funktioniert das?

Rasantes Wachstum

Als das soziale Netzwerk Snapchat im Jahr 2011 auf den Markt kam, herrschte zunächst große Verwirrung und Skepsis. Schon wieder eine neue Plattform? Welchen Mehrwert bietet die neue App? Und wie geht das überhaupt?
Zahlreiche Fragen, die sich durch Mundpropaganda und Ausprobieren ganz schnell beantworten ließen. Denn wer Snapchat erst mal verstanden hat, der kommt davon so schnell nicht mehr los. Und so ist es auch kein Wunder, dass die App auch auf deutschen Smartphones längst Einzug gehalten hat. Deutschland zählt heute zu den Top 10 Ländern mit den höchsten Nutzerzahlen. Weltweit verzeichnet Snapchat rund 200 Millionen User und es werden von Tag zu Tag mehr.

Was ist Snapchat?

Grob zusammengefasst sind Snaps maximal zehn Sekunden lange Fotos oder Videos, die für die eigenen Follower 24 Stunden lang abrufbar sind. Nach diesen 24 Stunden verschwindet der Inhalt und wird gelöscht. Neben dem Versenden von Fotos, Videos und Texten besteht die Möglichkeit, eine eigene „Geschichte“ (Snapchat-Story) aufzunehmen. Diese kann entweder nur für die eigenen Follower oder für die Öffentlichkeit erstellt werden. Auf den ersten Blick wirkt Snapchat ziemlich unübersichtlich und kompliziert. Hat man die wichtigsten Funktionen aber erst mal entdeckt, ist es ganz einfach zu bedienen.

In drei Schritten zum Snap

Snapchat besticht vor allem durch seine schnelle und minimalistische Bedienung.
Hier eine kurze Anleitung:
1. App öffnen: die Kamera ist sofort aktiv. Drückt man den Aufnahmebutton am unteren Bildschirmrand, wird ein Foto gemacht. Hält man ihn (für maximal 10 Sekunden) gedrückt, wird ein Video aufgenommen.
2. Extras wählen: hier kann man Emojis, Filter und Text hinzufügen
3. Senden an…: hier wählt man aus, an wen das Foto/Video gesendet werden soll. Entweder an ausgewählte Freunde und Follower oder in die eigene Geschichte.

So weit, so einfach. Nun gibt es innerhalb der App aber noch zahlreiche andere Funktionen und Einstellungen. Die werden euch aber in YouTube-Tutorials wie zum Beispiel diesem hier genauer erklärt.

Snapchat-Journalismus

Snapchat-Journalismus - die Discover-Funktion

Auch wichtig bei Snapchat-Journalismus: die Discover-Funktion

Snapchat sieht für die meisten eher nach Freizeitbeschäftigung und Unterhaltung aus. Dahinter steckt allerdings noch viel mehr. Experten sehen in der App die Zukunft des Journalismus. Die Reichweite der App ist schon jetzt enorm und verzeichnet ein ständiges Wachstum. Weltweit werden täglich über 700 Millionen Fotos und Videos über Snapchat verschickt. Warum sollten nicht also auch Journalisten und Medienunternehmen diese Möglichkeit zur Verbreitung ihrer Inhalte nutzen? Unter der neuen Funktion „Discover“ snappen bereits Nachrichtenanbieter wie CNN, Daily Mail oder Cosmopolitan. Journalisten dieser Formate bieten hier Einblicke in den Redaktionsalltag, brandaktuelle News und Hinweise auf ihre anderen Social Media Kanäle – und das alles live und unmittelbar. Auch immer mehr deutsche Journalisten erkennen das Potenzial von Snapchat. So nutzen es immer mehr Reporter zur Liveberichterstattung und Selbstvermarktung. Snapchat wird in den kommenden Jahren einen immer größeren Teil im Journalismus einnehmen und einige Journalisten und Medienunternehmen zum Umdenken bewegen.

Quellen: statista.com, projecter.de

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