Social Media Manager – Der Kommunikationsstratege

Ein Social Media Manager hat alle sozialen Netzwerke im Überblick

Facebook, Twitter und Co. werden seit Jahren immer beliebter. Auch Unternehmen, Vereine und Organisationen springen auf den Zug dieser Kommunikationsart auf. Für eine optimale Nutzung des Potentials müssen einige Spielregeln beachtet werden. Welche das sind, weiß der Social Media Manager.

Zeit zu reagieren – der Beruf Social Media Manager entsteht

Die Medienwelt befindet sich seit Jahren im Wandel. Die Informationsverarbeitung und -verbreitung wird immer schneller, globaler und dank der sozialen Netzwerke, auch direkter. Jeder kann durch deren Plattform direkt und jederzeit mit den Unternehmen in Kontakt zu treten. Oft unter der Beobachtung der kompletten social media – Community.

Um auf diese Veränderung in der Kommunikation zu reagieren und den neuen Anforderungen gewachsen zu sein, haben sich in der Medienwelt neue Berufsfelder gebildet. Optimiert auf die Verlagerung der Kommunikation ins Netz, wissen sie den schnellen Fluss an Informationen korrekt zu verarbeiten und möglichst effektiv zu nutzen.

Neue Berufsbilder entstehen

Vor allem im Bereich der Unternehmenskommunikation entstanden neue Aufgabenbereiche und Tätigkeiten. Es war die Geburtsstunde des Social Media Managers. Er vereinbart das Wissen für erfolgreiche PR-Arbeit, kommunikatives Geschick, technische Affinität und eine Passion für die sozialen Medien. Er ist zuständig für den Unternehmensauftritt im Internet, füttert die Homepage mit Informationen und Berichten und plant ihre Gestaltung. Wichtige und eilige Informationen verbreitet er über sämtliche Kanäle der sozialen Medien. Außerdem gehören zu seinen Aufgaben, die Planung von Kampagnen und Beiträgen. Extrem wichtig ist außerdem das sogenannte „Monitoring“ des Social Webs, um „Shit-Storms“ zu verhindern und eine mögliche Kommunikations-Krise rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig darauf reagieren zu können.

Im Juni 2012 definierte der „Bundesverband Community Management“ erstmals seine Aufgaben und nahm eine Abgrenzung zu Berufsbildern vor, die ebenfalls überwiegend online agieren. Erst im vergangenen Jahr allerdings wurde eine ausführliche und eindeutige Beschreibung des Stellenprofils veröffentlicht und die Aufgaben genau definiert und abgegrenzt. Eine genau Übersicht und eine detailierte Auflistung der Anforderungen der einzelnen Berufsbilder finden sie hier.

Abgrenzung zum Community Manager

Der Community Manager ist in erster Linie für die Pflege der Beziehungen zu bestehenden Kunden für das Unternehmen verantwortlich. Er fungiert dabei als persönlicher Ansprechpartner und operiert dabei meist online oder auf den sozialen Netzwerk-Kanälen des Unternehmens. Meistens handelt er dabei nach den Anweisungen des Social Media Managers. Der Community Manager benötigt Wortwitz, Schlagfertigkeit und muss den Umgang mit Menschen bestens beherrschen um eine drohende Krise zu erkennen und Beschwerden im Sinne des Beschwerdeführers abwenden zu können. Während er den zwischenmenschlichen Teil abdeckt, hat der Social media Manager einen Blick für das Ganze. Er kennt sich bestens aus in den sozialen Netzwerken und kennt deren Strukturen. Häufig beherrscht er sie nicht nur beruflich, sondern ist meist auch im privaten Bereich affin mit deren Nutzung und fungiert als Schnittstelle zwischen den Abteilungen innerhalb eines Unternehmens. Seine Aufgaben sind überwiegend strategisch während der Community Manager für die operative Umsetzung zuständig ist.

Abgrenzung zum Online Marketing Manager

Im Gegensatz zum Social Media Manager sind die Aktivitäten des Online Marketing Managers in erster Linie vertriebsorientiert. Sein Hauptziel ist die Absatzförderung. Durch geschickte Online-Strategien und Produktpositionierungen im Netz versucht er diese zu fördern und zu optimieren. Seine Aufgabe ist es außerdem den Erfolg der Kampagnen zu überwachen und zu kontrollieren, während der Social Media Manager plant wie diese nach außen kommuniziert werden sollen. Das Handeln des Online Marketing Managers ist meist betriebswirtschaftlich geprägt, während der Social Media Manager kommunikativ im Sinne des Unternehmens handelt.

Die Perspektiven sind gut

Viele Unternehmen, Institutionen und Organisationen werden auch zukünftig auf die sozialen Netzwerk-Kanäle als Kommunikationsweg setzen. Der Beruf des Social Media-Managers wird also auch in Zukunft gefragt sein. Dabei benötigen vor allem große Unternehmen internetaffinen Nachwuchs mit Expertise und Kommunikationstalent. Auch in der Politik gibt es genügend Potential. Bei einer Umfrage des Bundesverbands Deutsche Wirtschaft e.V. im Rahmen der Bundestagswahl 2013 vergaben die Befragten dem Internetauftritt der Parteien lediglich eine durchschnittliche Schulnote von 3,8.

Schätzungen zufolge, sollen im Jahr 2016 bis zu 80.000 neue Arbeitsplätze im Bereich des Internets entstehen.

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