Burnout im Journalismus

Heutzutage ist Burnout eine Modekrankheit, hört man viele Menschen sagen. Burnout das gibt es doch gar nicht, wir haben früher doch auch hart gearbeitet. Fakt ist allerdings das Burnout wirklich existiert und sehr viele Menschen davon betroffen sind. Studien sagen aus das rund ein Fünftel der Medienakteure von hohem Burnout betroffen sind. Burnout und Stress wird momentan in vielen Berufsgruppen untersucht nur berufsspezifisches Material für Burnout im Journalismus gibt es leider sehr wenig. Dabei ist diese Berufsgruppe prädestiniert für Burnout.

Burnout im Journalismus gibt es häufiger als man denk

Ein Journalist kann nicht wirklich von seiner Arbeit abschalten, weil er immer nach interessanten Themen Ausschau halten muss und allzeit bereit sein muss. Auch hat ein Journalist nie wirklich Pause, weil ein Thema das er gerade bearbeitet ihm nicht mehr aus dem Kopf geht und er immer nach passenden Formulierungen sucht. Flexible muss der Journalist sein, sonst hat er keine Chance im Arbeitsmarkt. Viele Journalisten,  die ich kenne nehmen ihre Arbeit regelmäßig mit nach Hause, bei freien Journalisten genauso wie bei angestellten. Der journalistische Beruf ist sehr schwer mit der Familie zu vereinbaren, weil es keinen festen Arbeitszeiten gibt.

Burnout im Journalismus ist längst kein Einzelphänomen mehr

Jeder fünfte Journalist leidet an Burnout

Der Termindruck, unter dem ein Journalist steht, begünstigt Burnout im Journalismus nur noch mehr. Der Journalismus wird schneller und jeder will die Top Story haben und das möglichst schnell. Der Druck immer das Beste aus dem Thema heraushohlen zu wollen beeinflusst das Wohlbefinden ebenfalls wehemend. Zu wenig Zeit und die Unsicherheit um den Arbeitsplatz sind ebenfalls große Faktoren. Freie Journalisten sind vor allem gefährdet.

 

Studie der KU Eichstätt

Laut einer Studie der Universität Eichstätt sind doppelt so viele freie Journalisten wie Angestellte von hohem Burnout betroffen. „Sie haben einen größeren

finanziellen Druck und nehmen fast alle Aufträge an, weil sie fürchten sonst keinen mehr zu  bekommen.“ Die „hierarchische Druck-Kette“ tut ihren Rest dazu. Die Redaktionen, die in der Krise stecken, geben ihren Frust und Ärger an die Kleinsten ab. Als Fazit ist zu sagen, dass Burnout im Journalismus sehr wohl existiert. Für einen qualitativ hochwertigen Journalismus brauchen wir aber gesunde Journalisten. Die Forschung sollte sich mehr auf diese Berufsgruppe konzentrieren, denn erst wenn in der Öffentlichkeit darüber diskutiert wird, kann sich etwas ändern.

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