Crowdfunding mit Patreon

Wer als Medienschaffender sein eigenes Angebot im Markt etablieren möchte, kommt schnell an seine Grenzen. Gerade bei Nischenangeboten gestaltet es sich als besonders schwierig. Crowdfunding mit Patreon könnte dabei helfen, genug Geld zu verdienen, um den Sprung zur Selbstständigkeit zu schaffen.

Geld verdienen mit Patreon

Langfristige Einnahmequelle

In den letzten Jahren hat sich Crowdfunding als ein alternatives Mittel zur Finanzierung ambitionierter Projekte etabliert. Wer eine innovative Idee hat, aber das nötige Geld fehlt, um diese auch umzusetzen, kann mit Hilfe von Crowdfunding sein Konzept der Öffentlichkeit präsentieren und einen Spendenaufruf starten. Viele einzigartige Projekte wurden so schon verwirklicht. Doch gerade für Medienmacher, die auf eine dauerhafte Finanzierung angewiesen sind, reicht die Starthilfe oft nicht aus.

Genau dieses Problem wollte der Musiker Jack Conte lösen und gründete daraufhin Patreon. Anstatt auf eine einmalige finanzielle Unterstützung zu setzen, liegt bei Patreon der Fokus auf regelmäßigen Spenden. Dabei stehen derzeit zwei Modelle zur Auswahl. Beim „per month“-Modell geben die sogenannten Patrons (zu Deutsch: Gönner) einen Betrag an, dem sie dem Creator (Erzeuger) monatlich spenden wollen. Das „per creation“-Modell richtet sich eher an größere Projekte, die mehr als einen Monat Zeit benötigen. Hier zahlt der Patron pro geschaffener Kreation.

Crowdfunding mit Patreon in Deutschland

Aktuell benutzen vor allem YouTuber, Musiker, Comiczeichner und Podcastproduzenten die Plattform. Auch der Gaming-Bereich ist von Videospieljournalisten über Let’s Player bis hin zu Spieleentwicklern stark vertreten. Zu den erfolgreichsten deutschen Angeboten zählen der Basketball-Podcast Got Nexxt, das Videospielmagazin Hooked und der Podcast Radio Nukular, der vor allem popkulturelle Themen behandelt.

Sein Projekt allein durch Patreon finanzieren zu können ist derzeit noch sehr unwahrscheinlich, zumindest in Deutschland. Doch in Kombination mit anderen Einnahmequellen kann die Crowdfunding-Plattform dabei helfen, genug Geld zu verdienen, um sich selbstständig machen zu können. Außerdem: Noch ist Patreon relativ unbekannt, daher sind die Erträge auch dementsprechend gering. Doch je mehr Medienproduzenten und -konsumenten auf das innovative Modell aufmerksam werden, desto lukrativer wird es. Es schadet also nicht, die Entwicklung von Patreon in den nächsten Monaten im Auge zu behalten.

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