Fachzeitschrift Aquaristik – Chance in der Nische?

Heutzutage gibt es für fast jedes Hobby, jede Leidenschaft eine Fachzeitschrift. Ob Bogenschießen, Geocaching oder Zierfische, nichts ist zu außergewöhnlich. Solche Special-Interest-Zeitschriften erfreuen sich hoher Beliebtheit, trotz Rückgang der Auflagenzahlen im Printbereich. Eine dieser Spartenzeitschriften ist „Aquaristik.“ Ob so ein Nischenjournalismus eine Chance für Journalisten ist, wird im Folgenden geklärt.

Fachzeitschrift Fachzeitschrift Aquaristik

Friedrich Bitters Einstieg bei der Fachzeitschrift „Aquaristik“

Jahre lang war Friedrich Bitter Chefredakteur von der Fachzeitschrift „Aquaristik“. Während seines Wirtschaftswissenschaften Studiums absolvierte er zwei Praktika in der Redaktion von „DATZ“, einer Aquarienzeitschrift. Zudem editierte er ehrenamtlich für die Vereinszeitschrift der Deutschen Killifisch Gemeinde. Friedrich Bitters größtes Hobby war (und ist) die Aquaristik. In diesem Bereich war er kein Unbekannter. Er verfügte über praktische Erfahrung in Haltung und Zucht von Fischen und hielt Fachvorträge weltweit. So wurde das Magazin auf ihn aufmerksam, denn es suchte jemanden als Chefredakteur, der über großes Fachwissen in der Unterwasserwelt verfügt. Eintönig fand Bitter seine Arbeit bei der Special-Interest-Zeitschrift nie. „Es geht ja nicht nur um Haltung und Zucht, sondern auch um Berichte über die Lebensräume der Tiere und Pflanzen, den Besuch von Züchtereien, Fachgeschäften, Schauaquarien, Messen und so weiter.“

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Schwierige wirtschaftliche Situation der Fachzeitschriften

Kritisch sieht Bitter die Situation mit den Anzeigen. Früher konnte die Redaktion eigenverantwortlich agieren und heute nehmen die Anzeigenkunden immensen Einfluss auf die Inhalte. So kann es vorkommen, dass bei einem negativen Testbericht der Hersteller des Produkts seine Anzeige in der Zeitschrift zurückzieht. Das Magazin muss also wirtschaftliche und inhaltliche Interessen abwägen. Friedrich Bitter ist der Meinung, in diesem Punkt liege der Fehler. Die Verlage versuchen, den Anzeigenkunden alles recht zu machen und fordern sogar Beiträge von den Herstellern oder dem Handel, um ein Honorar zu sparen. „Ist das noch ein Fachbeitrag  oder schon Werbung?“ Diese Frage beschäftigt Bitter. Die Leser bemerken die Veränderung der Inhalte natürlich auch und kaufen womöglich die Zeitschrift seltener.

Zukunft der Fachzeitschriften

Die Verlage müssen gegen einen starken Konkurrenten ankämpfen. Nicht etwa gegen andere Zeitschriften, sondern gegen das Internet. Social Media, Fachforen oder Suchmaschinen drängen das klassische Printprodukt in den Hintergrund. Bitter sieht nur eine Möglichkeit für die Fachzeitschriften: „Sie müssen die bestehende Leserschaft mit den richtigen Inhalten fesseln und gleichzeitig mittels elektronischer Medien neue Leser einfangen.“

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