Freier Journalist – Susanne Berg über ihren Beruf

Wer heutzutage als freier Journalist erfolgreich sein möchte, braucht ein breit aufgestelltes Kontaktnetz, Gespür für den aktuellen Zeitgeist und vor allem jede Menge Herzblut für den Beruf.

Freier Journalist


Auch Susanne Berg ist seit 2013 als freie Journalistin tätig, ihr Schwerpunkt liegt auf Texten in denen es um Menschen und ihre Geschichten geht.

Frau Berg, wie sind Sie zum Journalismus gekommen? 
Ich bemerkte erst im BWL Studium, dass ich lieber mit Buchstaben als mit Zahlen arbeite. Ich wollte mein Studium beenden, aber trotzdem schonmal in Richtung „Journalismus“ gehen und habe es einfach selbst in die Hand genommen. Ich besuchte Schreib- und Literaturkurse, ich habe einfach alles genutzt was sich mir angeboten hat. Ich wusste ganz genau, wo ich hin will und hab mich diesem Ziel in kleinen Schritten genähert.

Wie kann man sich Ihren Alltag als freie Journalistin vorstellen?
Meist teilt es sich in ¼ Außentermine und ¾ Texte schreiben auf.
Als freie Journalistin kann ich mir meine Zeit frei einteilen und bin flexibel, man muss sich aber am Riemen reißen und darf sein Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Was machSusanne Berg ist als Freier Journalist tätig t Ihnen am meisten Spaß?
Durch die Möglichkeit mir meine Zeit selbst einteilen und Themen frei bestimmen zu können, freue ich mich jeden Tag auf die Arbeit.
Ich lasse mich unglaublich gerne auf neue Menschen ein und lerne sie kennen. Ich lese vorher nie was andere Kollegen über die Person geschrieben haben, um nicht in meiner Wahrnehmung eingeengt oder voreingenommen zu sein. Das tolle ist auch, dass man vorher nie genau weiß was einen genau erwartet. Oft geschieht noch etwas vor Ort was die ganze Geschichte noch einmal drehen kann.

„Als freier Journalist, bin ich nicht so festgefahren“

Was muss Ihrer Meinung nach ein guter Journalist mitbringen?
Neugierde, Offenheit und Durchhaltevermögen. Ein guter Journalist hat seine Antennen überall, nutzt alle Chancen die sich ihm bieten und bleibt selbst an der kleinsten dran. Wichtig ist es auch so viele Kontakte wie möglich zu knüpfen, ein gutes Netzwerk, ob privat oder beruflich, öffnet einem neue Wege oder Möglichkeiten.
Was auch immer wichtiger wird, vor allem als freier Journalist, ist es mehrgleisig zu fahren.

Wie denken Sie sehen die Zukunftsaussichten in der Branche aus?
Es wird definitiv hartes Brot werden. Ohne eine sichere Bank im Hintergrund kann man nicht überleben. Entweder braucht es einen Partner mit Festanstellung oder man muss selbst noch irgendwo ein feststehendes Honorar verdienen.

Welche Tipps haben Sie für Journalisten, die als Freie Fuß fassen möchten?
Auf jeden Fall vorher in eine Festanstellung und dort Erfahrung sammeln. Aus dem Blauen heraus zu starten ist ziemlich selbstmörderisch.

 

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