Online vs. Printjournalismus

Online vs. Printjournalismus: Am Anfang war das Wort. So steht es jedenfalls in der Bibel. Es kann viele Formen haben. Ob geschrieben oder gesprochen, ob Online oder auf Papier.

Online vs. Printjournalismus

Die heutige Welt kommt ohne Papier aus, um schwarz auf weiß zu lesen. Im digitalen Zeitalter reicht es vollkommen aus, ein Handy oder einen PC zu besitzen. Der Journalismus hat sich gewandelt, so wie seine Anforderungen und Eigenschaften. Zwei Größen stellen sich vor: Online vs. Printjournalismus.

Online vs. Printjournalismus

Das Internet bietet zahlreiche Angebote: Vom Mailservice über Videofilme und Chatforen bis hin zu Informationswebsites. Quelle: Pixabay.com

Online

1991. Die Welt geht online. Aber die Anfänge des Internets liegen schon 47 Jahre zurück, im Jahr 1969. Das US-amerikanische Arpanet vernetzte zunächst Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich das Internet weiter, bis ins Jahr 1991. Der britische Programmierer Sir Timothy Berners-Lee arbeitete im Kernforschungszentrum CERN und stand vor dem Problem 7.000 Mitarbeiter miteinander zu vernetzen. Also erfand er eine für alle Rechner verständliche Sprache Hypertext markup language: HTML. Das kommerzielle Internet war geboren. Eine Flut an Neologismen wie die Cloud, Websites, Links und Plattformen wie Facebook und Twitter überrollt die Welt. Online-Journalismus verbindet also klassische Berichterstattung mit neuen medialen Möglichkeiten wie Videos, Social Media und Maildiensten. Das ist die Welt der Onlinejournalisten.

Online vs. Printjournalismus

Die Bleilettern von Johannes Gutenberg Mitte des 15. Jahrhunderts legten einen Meilenstein für das Drucken auf Papier. Quelle: Pixabay.com

Print

Print ist die Mutter des Journalismus. Sie ist der Klassiker. Die meisten denken wohl an Tageszeitungen oder Zeitschriften, die immer in Wartezimmern ausliegen. Doch Printjournalismus ist viel mehr als das. Die ersten gedruckten Worte gab es schon in der Antike und Gutenbergs Bleilettern sind allseits bekannt. Print hat eine lange Tradition und sorgt schon seit Jahrtausenden dafür, dass Menschen sich untereinander informieren und Neuigkeiten austauschen. Erst die Tageszeitungen, dann Publikumszeitschriften und Plakate, bis hin zu Fachzeitschriften, die ein bestimmtes Thema besetzen. Obwohl täglich knapp elf Millionen lokale und regionale Zeitungen zugestellt werden, wie eine aktuelle Studie des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger e.V. belegt, werden die Zeiten für den Printjournalismus immer schwieriger. Seit 1991 gibt es starke Konkurrenz.

Online vs. Printjournalismus

Zwei Größen stehen sich gegenüber: Online vs. Printjournalismus. Was der eine nicht kann, bietet der andere an. Und doch bilden sie manchmal eine Zweckgemeinschaft. Viele Unternehmen ergänzen ihr Printspektrum durch Onlineangebote, um sich dem Interesse und Verhalten der Nutzer anzupassen. Aber es stimmt: Viele Printausgaben weichen ihren Internet-Auftritten. Sie sind überall verfügbar, umfangreich, schnell und meistens kostenlos zugänglich. Viele Vorteile, die der Printjournalismus nicht bieten kann. Er setzt auf eine bestimmte Themenauswahl, die täglich, wöchentlich oder monatlich beim Kiosk für ein paar Euro zu erwerben ist. Ein Vorteil: Viele Menschen halten Printmedien immer noch für sehr glaubwürdig. Wie eine Studie zur vermuteten Glaubwürdigkeit in der Mediennutzung und -wirkung 2012 der PR-Agentur Dr. Schulz Public Relations GmbH zeigt, halten die meisten Menschen Printmedien für glaubwürdiger als Onlinemedien. Die Flut an Informationen im Internet ist für manche eine Zumutung. Viele lesen keinen Artikel zu Ende und andere scrollen nur die Überschriften durch. Trotzdem hat jeder die Möglichkeit, sich aus vielen Angeboten seine Interessen herauszupicken.

Wie ist die Arbeit?

Das alles wirkt sich darauf aus, wie ein Journalist im jeweiligen Bereich arbeiten muss. Printjournalisten haben meist länger Zeit, für einen Beitrag zu recherchieren und ihn zu verfassen. Sie sind an den Redaktionsschluss, die Wichtigkeit des Themas und an Termine ihrer Informanten gebunden. Durch die kleine Themenauswahl der Zeitung beschäftigen sich die Leser intensiver damit, ganz im Gegensatz zu Online. Onlinejournalisten recherchieren schnell und veröffentlichen die Infos oft nur wenige Stunden später. Wer die Nachricht als erster online hat, bekommt die meisten Leser. Auch wenn der Nutzer vielleicht nur die Headline der Nachricht überfliegt, um auf dem neuesten Stand zu sein.
Der Journalismus steckt im Wandel, die Anforderungen und das Leseverhalten haben sich geändert und die Möglichkeiten wachsen. Aber ein Blick auf die Gemeinsamkeit zeigt: Journalist ist Journalist. Sie stehen im Dienst der Öffentlichkeit und verwandeln selbst ein plumpes Thema in eine spannende Geschichte.

Weitere Infos zu Print und Online findet ihr hier!

Wer sich speziell für Onlinejournalismus interessiert findet hier Infos zum Studium.

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