Public Relations und Journalismus im Vergleich

Immer wieder kommt es zu Verwechslungen zwischen den beiden Berufsfeldern Journalismus und Public Relations. Und das obwohl es eigentlich klare Unterschiede gibt. Dieser Artikel liefert Zahlen und Fakten zu PR und Journalismus. Wer sich vorstellen kann später in einem der Bereiche zu arbeiten, findet hier Informationen zu Gehalt und Image der Berufe.

Gehalt von Journalisten und PR-Praktikern

Das Gehalt eines Berufstätigen ist natürlich generell von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählen Ausbildung, Berufserfahrung und auch das Geschlecht. Denn nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland deutlich weniger als Männer.
Print-Redakteure bei Zeitungen verdienen laut dem Deutschen Journalistenverband in den ersten beiden Jahren im Beruf um die 2.900 Euro brutto. Im siebten bis zehnten Berufsjahr sind es dann schon 4.000 Euro. Bei Zeitschriften beträgt der Verdienst etwas weniger. Das Gehalt von stellvertretenden Ressortleitern oder Redakteuren mit verantwortlicher Eigenbefugnis liegt 15 bis 20 Prozent höher als das normaler Redakteure. Ein Chefredakteur verdient laut Deutschem Journalistenverband zwischen 5.000 und 16.000 Euro Bruttogehalt.
Im PR-Bereich müssen eigenständige PR-Agenturen von Unternehmen mit einer Abteilung Public Relations unterschieden werden. Denn in einem solchen Unternehmen liegen die Gehälter meist deutlich höher als in Agenturen. Der Gehaltsspiegel der Deutschen Gesellschaft für Public Relations (DPRG) ordnet den Verdienst eines PR-Juniorberaters bei 2.200 Euro brutto ein. Ein Seniorberater soll dann 3.200 Euro monatlich erhalten. Am besten verdienen Leute in der PR-Branche in privatwirtschaftlichen Unternehmen. Im Gehaltsspiegel findet sich hier ein Bruttoeinkommen von 6.100 Euro.

Das Image der Presse und der Public Relations

Angehende PR-Praktiker könnten auf das Problem aufmerksam werden, dass das Image der Public Relations-Sparte eher schlecht ausfällt. So bewerten Bürger das ethisch-moralische Verhalten von PR-Akteuren laut einer Studie von Bentele und Seidenglanz negativ. Des Weiteren haben sie weniger Vertrauen in PR-Praktiker als in Journalisten und schätzen auch ihre gesellschaftliche Relevanz geringer ein.
Allerdings werden auch die Presse und somit die Journalisten seit einiger Zeit mit Vorwürfen bezüglich ihrer Arbeit konfrontiert. Eventuell kann auch hier inzwischen von einem Imageproblem gesprochen werden.

Berufstätige in den beiden Bereichen

Laut dem Deutschen Journalistenverband arbeiten in Deutschland 43.500 festangestellte Journalisten. Hinzu kommen etwa 26.000 freie Journalisten und 3.000 Volontäre, die ihre Tätigkeit aber ebenfalls hauptberuflich ausführen. In der PR-Branche sollen laut der DPRG 50.000 Personen tätig sein.

Um Public Relations geht es übrigens auch hier:
Medienstudium: Journalismus, Medienwissenschaft, PR?

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