Self Publishing für Journalisten

Der Journalist ist vom Verlag abhängig. Ohne Verlag, ohne gedruckten Artikel, keine Einnahmen. Dieser Grundsatz galt zumindest lange Zeit in der Journalismusbranche. Die Gegenwart sieht jedoch anders aus. Printprodukte verlieren mehr und mehr an Bedeutung, die Anzahl online abgerufener Inhalte steigt unaufhaltsam. Der Trend zur digitalen Verbreitung birgt für Journalisten aber nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen. Eine davon ist Self Publishing für Journalisten.

Geld verdienen mit Self Publishing

Die am weitesten verbreitete Art des Self Publishing für Journalisten sind Blogs. Um ihre Arbeit zu finanzieren greifen die Blogbetreiber auf verschiedene Modelle zurück. Die wohl gängigste Form ist das Schalten von Pop-Ups und Bannerwerbung auf der Seite. Da damit allerdings nur in den seltensten Fällen ein zufriedenstellendes Einkommen generiert werden kann, verwenden immer mehr Self-Publisher sogenannte Freemium-Modelle. So kann der Leser eine gewisse Anzahl Artikel kostenlos lesen. Möchte er danach weiter lesen, muss er eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Pauline Tillmann, Gründerin von www.deine-korrespondentin.de, erklärt auf der „transformingMEDIA“-Konferenz 2015 in Nürnberg: „Wir glauben, dass User bereit sind, für Qualität im Netz zu bezahlen. Und wir sind überzeugt, dass es so eine Form der Berichterstattung nicht kostenlos geben kann.“

Einfach Geld verdienen durch Zweitverwertung

Eine weitere Möglichkeit des Self-Publishing ist die Zweitverwertung alter Artikel. Der Journalist sammelt eine Auswahl an besonders gelungenen Reportagen, Kolumnen, oder ähnlichem und publiziert diese erneut als eBook. Dank Plattformen wie Amazon Kindle oder www.epubli.de ist die Veröffentlichung relativ einfach möglich.
Da für die Inhalte des eBooks keine aufwändige Recherche oder Schreibarbeit mehr nötig ist, kann der Autor so einfach und effizient mit alten Artikeln nochmals Geld verdienen.

 

Vertrieb auf Amazon Kindle Direct Publishing

Auf der Plattform „Amazon Singles“ können Journalisten Beiträge zu jedem Themenbereich einzeln zum Verkauf anbieten. Jeder bisher unveröffentlichte Text zwischen 5000 und 30000 Wörtern darf eingereicht werden. Dieser wird in einem rund vierwöchigen Vorgang von Lektoren geprüft und erhält ein Coverbild. Anschließend ist der Artikel für einen Verkaufspreis zwischen 0,99 € und 1,99 € abrufbar. Der Autor erhält einen festen Anteil von 70% pro verkauftem Exemplar. Einige Autoren haben sich mittlerweile auf den Vertrieb von Amazon Singles spezialisiert und können hier beachtliche Einkünfte erzielen.

 

Self Publishing für Journalisten als Alternative für die Zukunft

Self Publishing für Journalisten ist definitiv eine Möglichkeit Geld zu verdienen, auch wenn bisher nur ein Bruchteil der Self Publisher davon leben können. Der Trend geht aber klar zu auf den Nutzer zugeschnittenen Inhalten, für den diese bereit sind zu zahlen.

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