Verpönter Verbraucherjournalismus

Verbraucherjournalismus soll den Menschen mit und Rat und Tat zur Seite stehen. So auch bei Entscheidungen im Alltag. Der Konsument wieder vor der Frage welche Digitalkamera die bessere Auflösung hat, ist das Hotel in den Flitterwochen wirklich Schimmel frei ist und schmeckt der Burger im Restaurant um die Ecke.  Verbraucherjournalismus gibt uns eine Orientierung in der Konsumwelt.

Was es nicht alles im Verbraucherjournalismus gibt

Tipps und Tricks für alle Lebenslagen. Verbraucherjournalimus soll Menschen mit Servicetipps zur Seite stehen. Die Familienzeitschrift Gartenlaube versorgte schon seit 1853 Familien mit Hinweisen für eine gesunde Lebensführung. Auch der Hörfunk und das Fernsehen sind auf diesen Zug aufgesprungen. Ganze Seiten und Sendungen beschäftigen sich mit Servicethemen.

Die Verbraucherjournalisten dienen den Konsumenten mit Dienstleistungen, anstatt mit den investigativ recherchierten Storys. Während die Kollegen wichtige Persönlichkeiten der Zeitgeschichte interviewen und Journalistenpreise einheimsen, testet der Verbraucherjournalist eher den neuen Staubsauger einer Firma. Dabei besteht immer die Gefahr, nicht in Versuchung zu kommen, seine privat favourisierte Marke besser zu bewerten. Das ust auch ein Grund, warm der Verbraucherjournalismus in der Branche eher unbeliebt ist.

Große Verantwortung gegenüber dem Leser

Der Rezipient handelt meist nach den Tipps des Verbraucherjournalisten. Inhaltliche Fehler sind unbedingt zu vermeiden. Wenn der Leser in ein neues Auto investiert und dies sich als Fehleinkauf herausstellt, hat der Konsument einen Nachteil. Die Möglichkeit bei den Menschen durch ein bestimmtes Thema Gesprächsstoff zu erzeugen, besteht auch. Bei der Themenauswahl sollte der Journalist den Nerv der Leser treffen.
Die Sprache in der die Texte geschrieben sind, darf nicht zu kompliziert sein. Schwierige Themen müssen für den Leser in die Alltagssprache übersetzt werden. Barbara Brandstetter hat in ihrem Buch „Verbraucherjournalimus“ folgende Regel aufgestellt: Je einfacher und klarer, desto besser.

Gründliche Recherche muss sein

Recherche ist wie immer enorm wichtig. Fehler müssen so gut es geht, vermieden werden. Es ist sehr angenehm, einfach Zitate aus dem Internet abzuschreiben. Doch Achtung: Nicht immer entsprechen sie der Wahrheit. Der Journalist sollte sich zuerst selber einen Eindruck machen. Barbara Brandstätter befürwortet in ihrem Buch, das Recherchieren in die Tiefe als in die Breite. Als Beispiel nennt sie das „Rister-Universum“. Am Ende sollte es entweder einen Artikel einen Überblicksartikel geben oder über Riester-Banksparpläne. Empfehlungen am Ende des Textes sind zwar bei den Lesern gefragt, doch der Verbraucherjournalist sollte meistens die Finger davon lassen, um keine Schleichwerbung zu betreiben. Wenn jedoch der Tester zu einem klaren Sieger unter den Produkten kommt, ist es möglich ein Ergebnis am Ende des Textes aufzuführen.

Verbraucherjournalismus muss man lieben

Schwierige Sachverhalte und Herausforderungen stehen an der Tagesordnung im Verbraucherjournalismus. Außerdem muss jeder Artikel einen Nutzwert für die Leser haben. Die offenen Fragen, sollten nach Brandstetter, geschlossen werden. Themen aus dem aktuellen Weltgeschehen nehmen und sie verbraucherjournalistisch verpacken.Zum Beispiel: Wie würde sich eine neue Maut auf die Autofahrer auswirken und was müssen diese beachten. Nicht jeder kann sich mit Verbraucherjournalismus anfreunden, doch wer nicht wagt der nicht gewinnt.

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  • Bild ist selber gemacht

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