Was sind Massenmedien?

Zeitung, Fernsehen, Facebook – all das verbinden wir mit Medien. Aber was versteht man eigentlich unter Massenmedien und wo haben sie ihren Ursprung?

Massenmedien Massenmedien sind vielfältig - und wichtig für eine Demokratie.

Von der Information über das Flugblatt zur Tageszeitung

Der Begriff Medium stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Mitte. Es steht also zwischen dem Sender und dem Empfänger einer Nachricht und übermittelt diese.

Ihren Ursprung haben Massenmedien in der Erfindung der Buchdruckpresse von Johannes Gutenberg (1450). Seit diesem Zeitpunkt konnten Print-Produkte wesentlich einfacher und schneller vervielfältigt werden, dadurch haben sie ein größeres Publikum erreicht. Zuerst wurde die Erfindung für die Verbreitung von kirchlichen, bald aber auch von anderen Inhalten genutzt. In der Reformationszeit half die Presse, eine große Menge an Flugblättern herzustellen, die an das Volk verteilt wurden. Die Drucktechnik blieb lange gleich. Erst als im 19. Jahrhundert eine schnellere Rotationspresse entwickelt wurde, erschienen die Zeitungen häufiger und näherten sich dem heutigen Modell der Tageszeitungen.

Bedeutung der Massenmedien heute

Massenmedien sind wichtig für eine Demokratie. Viele politische Entscheidungen spielen sich nicht am Wohnort der Leser ab. Durch die Medien erhalten sie dennoch Informationen und können sich eine eigene Meinung bilden. Zu den Massenmedien zählen Print, Hörfunk, Fernsehen und das Internet. Heute gibt es in Deutschland 329 Tageszeitungen, 20 Wochen- und sechs Sonntagszeitungen. Dies bringt eine der höchsten Zeitungsdichten in Europa mit sich, auf 1000 Bewohner kommen 248 Zeitungen. Die Anzahl der verkauften Exemplare sinkt allerdings, viele Menschen rufen ihre Nachrichten online ab. Einige Redaktionen bieten ihre Nachrichten auch im Internet an, insgesamt sind es 661 Angebote. Dazu kommen rund 450 Apps für redaktionelle Inhalte. Um an den online-Angeboten noch mitzuverdienen, haben manche Redaktionen eine Bezahlschranke, eine sogenannte Pay-Wall, eingerichtet. Dabei kann der Leser eine bestimmte Anzahl an Artikeln kostenlos lesen, für alle weiteren bezahlt er. Informationen, welche verschiedenen Modelle die Redaktionen anwenden, gibt es hier.

Wie sieht es mit sozialen Medien/Netzwerken aus?

Flächendeckende Internetversorgung und eine wachsende Zahl an digitalen Kommunikationsangeboten machen die sozialen Medien immer wichtiger. Soziale Netzwerke vereinen verschiedene Angebote, beispielsweise Mails oder Videos. 51 Prozent der Internetuser besuchen mehrmals täglich soziale Netzwerke, 23 Prozent einmal täglich und 19 Prozent einmal wöchentlich. Diese hohe Nutzungsrate macht den Auftritt von Redaktionen in Netzwerken wie Facebook oder Twitter wichtiger.

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