Keywords: so findet Google journalistische Texte

Journalistische Texte sollen gelesen werden. Damit verdienen Redakteure und Journalisten ihr Geld. Keine einfache Angelegenheit in den unendlichen Weiten des heutigen Internets und dessen Überquellen an guten, aber auch unprofessionellen Artikeln. Eine logische Schlussfolgerung wäre es also, die Lesewahrscheinlichkeit des Textes zu erhöhen, indem die meistgenutzte Suchmaschine der Welt (Google) den Beitrag in die oberen Hälfte der Suchergebnisse schiebt. Natürlich kann für einen oberen Rang gezahlt werden. Ein weiterer Schlüssel zur Schatztruhe liegt aber noch versteckt. Bei den Keywords.

Was ist ein Keyword?

Keyword bedeutet Schlüsselwort. Es bezeichnet eine Texteinheit, die entweder in einem Text selbst vorkommt (Stichwort) oder in diesem Text als Schlagwort gebraucht wird. Es kann sich nur um ein einziges Wort handelnd oder mehreren Kombinationen von Wörtern, Zahlen oder Zeichen. Keywords finden sich vor allem im Suchmaschinenmarketing, einem Teilbereich des Internetmarketings, wieder.

Was soll Marketing mit Journalismus zu tun haben?

Marketing wird in vielen Fällen mit Werbung oder Eigenwerbung Gleichgesetzt, für die meisten Journalisten ein No-Go. Der Pressekodex verbietet Schleichwerbung und schreibt unvoreingenommene Trennung zwischen Werbung und Publizistik vor. Da in der heutigen Zeit Medien und vor allem das Internet von Informationen überrollt werden, sollte hier ein Umdenken stattfinden. Es bedeutet nicht,  jeder Journalist müsse nun seine Seele an ein Unternehmen verkaufen. Wichtig ist aber, Ökonomie und Vermarktung nicht völlig auszublenden. Journalisten – vor allem Online-Journalisten – müssen lernen sich selbst zu vermarkten. Um sich von der unprofessionellen Masse abheben und zu zeigen, dass sie gute, professionelle Arbeit abliefern. Unter dem Gewirr aus Hobby-Blogger-Beiträgen müssen die sorgfältig recherchierten, journalistische Texte heraus stechen. Unter Berücksichtigung der Grundregeln von Publizistik, kommt hier auch das Keyword ins Spiel.

Ein Teil der Suchmaschinenoptimierung SEO

Die Suchmaschinenoptimierung SEO bestimmt im Endeffekt, wer ganz oben auf der Liste der Suchergebnisse steht. Davon ausgenommen sind Webseiten, die dafür bezahlen, sich möglichst weit Oben zu platzieren. Bei allen anderen unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) kommt es unter anderem auf die Keywords an. Diese werden anhand von Keyword-Analysen ermittelt, die verschiedene Unternehmen anbieten. Je häufiger ein bestimmtes Wort oder eine Wortkette von einem User gesucht wird, desto höher kommt es auf die Ranking-Liste der Keyword-Analyse. Wenn dieses Stichwort öfter auf einer bestimmten Seite im Internet auftaucht als auf anderen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, bei den Suchergebnissen weiter oben zu landen. Zu diesem Thema wird in der Journallistenbranche allerdings Widerspruch laut. Die kreativen Freiheiten gingen verloren und man schreibe doch nicht für eine Suchmaschine.

Kein Schaden für journalistische Texte

Zugegeben, es widerstrebt dem Gedanken des professionellen Schreibens, ein und dasselbe Wort mehrmals im Text zu wiederholen. In einem anderen Blickwinkel können diese Schlagwörter aber auch helfen, die Sprache der Leser zu sprechen. Nach Wörtern zu schreiben, welche die Vielzahl der User nutzt, heißt auch die breite Masse anzusprechen. Und genau das will der Journalismus. Leser ansprechen. Es nützt dem Politikteil in der Zeitung nicht viel, kreative Wortneuschöpfungen zu gebrauchen, wenn die Hälfte der Leser den Witz nicht versteht. Deswegen muss der Schreibstil nicht weniger professionell gestaltet werden. Ein Keyword kann die Sache auf den Punkt bringen – und genau das wollen Journalisten doch.

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